<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268</id><updated>2012-01-02T14:44:57.881+01:00</updated><title type='text'>Freunde der offenen Gesellschaft</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Ingo Way</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14185562690772106494</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>27</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111644041064070968</id><published>2005-05-18T19:17:00.000+02:00</published><updated>2005-05-19T13:29:00.760+02:00</updated><title type='text'>Eine Million am Yom Haatzmaut</title><content type='html'>Es war ein schöner Nachmittag am Israel Day. Leider waren nur ungefähr 200 Menschen da. Gerade ausreichend, um ein Zeichen zu setzen in Berlin!&lt;br /&gt;Wer wie wir früher oft auf antideutschen proisraelischen Demos war, dem mußte die sehr viel angenehmere, offenere und vernünftigere Atmosphäre auffallen! Es war eine Atmosphäre, die einfach besser zu Israel paßt. Keine roten Fahnen, sondern hübsch dezente blau-weiße Anstecker als Zeichen der Solidarität. Keine Bilder von brachialen Panzern oder Maschingewehren. (Die einzigen Dinge, die der Durchschnittseuropäer heute mit Israel assoziiert!) Sondern Blumen und gute Musik. Keine dummen, geschichtsblinden Sprüche wie: "Solidarität mit Israel! Nieder mit Deutschland! Her mit dem Kommunismus!" Als wollten die Israelis tatsächlich Deutschland zerstören, wie es ihnen jeder Antisemit unterstellt. Und als hätten nicht gerade die kommunistischen Staaten jahrzehntelang die übelste antizionistische Politik und Hetze betrieben.&lt;br /&gt;Sondern interessante Geschichten darüber, warum es etwa israelischen Forschern zu verdanken sei, daß chinesische Hühner heute zwei Eier täglich legen.&lt;br /&gt;Keine Aufladung des Staates Israel mit linken Revolutionsträumen. (So schrieb etwa die antideutsche ISF Freiburg, Israel sei ein "permanent tagender Wohlfahrtsausschuß". Woraus man schließen müßte, daß Israel mit seinen Feinden verfährt, wie die Jakobiner es mit den Bewohnern der königstreuen Vendee taten. In diesem Bild wäre Ariel Sharon eine zionistische Variante des Tugendterroristen Robespierre. Da würde er sich aber bedanken!)  &lt;br /&gt;Nein, es wurde getanzt und gesungen, und es war unwichtig, ob man persönlich eher der Politik des Likud oder der Arbeitspartei zuneigt (was uns insbesondere bei den deutschen Gästen auch herzlich wenig interessiert).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir zitieren den hübschen, kleinen Flyer:&lt;br /&gt;"Viele Menschen in Deutschland mögen Israel. Weil sie die Bibel ernst nehmen oder im Kibbutz gearbeitet haben. Weil sie Demokratie und Aufbauleistung in Israel bewundern, den Negev romantisch finden, Freunde in Haifa haben oder Tel Aviv vermissen. Es gibt viele Gründe, an der Seite Israels zu stehen. Der wichtigste heißt: Charakter.&lt;br /&gt;Politik darf nicht durch Petrodollars gekauft werden. Meine Meinung lasse ich nicht durch Medien manipulieren und Tatsachen dürfen nicht durch Terror verbogen werden.&lt;br /&gt;I like Israel hat ein Ziel: Eine Millionen Menschen in Deutschland sollen sich jedes Jahr am Yom Haatzmaut, dem Tag der Staatsgründung, zu Israel bekennen. Als Symbol der Versöhnung, als Manifest politischer Ethik und couragiertes Signal für andere Länder. Mit der kleinen ILI-Flagge bekennen sich die Freunde Israels zu diesem großen Ziel."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111644041064070968?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111644041064070968/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/05/eine-million-am-yom-haatzmaut.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111644041064070968'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111644041064070968'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/05/eine-million-am-yom-haatzmaut.html' title='Eine Million am Yom Haatzmaut'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111574483243481037</id><published>2005-05-10T19:06:00.000+02:00</published><updated>2005-05-10T19:07:12.440+02:00</updated><title type='text'>Veranstaltungshinweis: Paul Berman</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;"&gt;Am Donnerstag, den 19. Mai, um 20 Uhr hält Paul Berman, der Autor des Buches &lt;a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3434505792/qid=1115722827/sr=8-4/ref=sr_8_xs_ap_i4_xgl/028-3105636-0438915"&gt;Terror und Liberalismus&lt;/a&gt;, in der &lt;a href="http://www.americanacademy.de/"&gt;American Academy Berlin&lt;/a&gt; (Am Sandwerder 17-19, Berlin-Wannsee) einen Vortrag mit dem schönen Titel: &lt;/span&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial; color: rgb(1, 0, 0);"&gt;The Intellectual History of Pro-Americanism and Anti-Americanism.&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial; color: rgb(1, 0, 0);"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;"&gt;Moderation: Jörg Lau.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111574483243481037?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111574483243481037/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/05/veranstaltungshinweis-paul-berman.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111574483243481037'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111574483243481037'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/05/veranstaltungshinweis-paul-berman.html' title='Veranstaltungshinweis: Paul Berman'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111572319130045970</id><published>2005-05-10T13:01:00.000+02:00</published><updated>2005-05-10T22:05:05.533+02:00</updated><title type='text'>Zur Orgasmusfunktion von Anglizismen</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;-- dem unbekannten Boddhisattva gewidmet --&lt;br /&gt;möge der Namenlose ihm nach der Auferstehung des Fleisches ein goldenes Mountainbike mit 21 Gängen schenken, hergestellt von japanischen Robotern mit Kündigungsschutz und 35-Stundenwoche.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herford HBF. Eine Bank.&lt;br /&gt;Ein alter, verlumpter Landstreicher gesellt sich zu mir.&lt;br /&gt;Ich suche etwas Abstand zu seiner Alkoholfahne.&lt;br /&gt;„Hey Junge, du brauchst keinen Schiß zu haben. Ich beiß nicht. Hab nur so’n Down-Syndrom.“&lt;br /&gt;„Down-Syndrom? Das kann nicht stimmen. Down-Syndrom sind die Mongoloiden mit der herzlichen Offenheit und den asiatischen Augen. Sie meinen, sie haben ein Burnout-Syndrom, oder? Viel Streß auf der Straße?“&lt;br /&gt;„Bingo. Down bin ich auch oft. Aber Burnout-Syndrom hab ich gemeint, kennst dich aus. Student halt! Aber Streß hab ich gar nicht so viel. Nur im Winter. Jetzt komm ich wieder zurecht. Ich häng eigentlich gern rum. Für viele isses Scheiße. Aber ich hab mich dran gewöhnt. Das Problem sind die Leute. Die sind oft ätzend und schauen so. Geht sie doch einen Scheißdreck an, was ich so treibe. Ich interessier mich ja auch nicht für ihren Kram. Manche haben Angst vor mir, weil ich sing und so was. In Deutschland haben viele Angst. Das ist mein Problem. Angst ist ansteckend wie die Pest.“&lt;br /&gt;„Sogar vor mir haben manche Angst.“&lt;br /&gt;„Ja, klar. Du bist halt n Faschist für die. Verstehste? Die denken: Der schaut schick aus und ist hell im Kopf, also Faschist.“&lt;br /&gt;„Danke. Aber was hat das mit Faschismus zu tun?“&lt;br /&gt;„Nix. Schwachsinn. Du hast ja nix gegen Juden. Die Leute denken: Der ist ein Spießer. Ein Klugscheißer, der nix schaffen will oder so. Der hat nen großen Kopf, weil er ne große Karre will.“&lt;br /&gt;„Ja, und? Wenn ich groß bin, will ich Spießer werden!“&lt;br /&gt;„Nix. Scheiß drauf. Ich wünsch dir, daß du mal deinen Arsch in nem fetten Benz rumkutschierst. Bist ja auch fit. War ich auch früher! Bis ich plötzlich nicht mehr aufhören konnte zu saufen! Das geht verdammt schnell! Vorher hättest du Respekt gehabt vor mir!“&lt;br /&gt;„Ich habe auch jetzt Respekt vor Ihnen.“&lt;br /&gt;Ich verbeuge mich.&lt;br /&gt;„Ja, weil du Respekt hast vorm Alter. Muß man haben. Hab ich früher als Hippie nicht in die Birne reingekriegt. Antiautoritär war ich. Dabei geht’s um was anderes: Respekt ohne Kriecherei. Hör zu! Keine Kriecherei. Heute hab ich manchmal meinen Allah im Kopf! Der gibt mir Streß. Dann kriech ich manchmal. Aber wenigstens schafft er Ordnung.“&lt;br /&gt;„Naja, wenn man zu alt wird, um hin und wieder etwas sauber zu machen, ist ja nichts dagegen einzuwenden, sich ne Putzhilfe zuzulegen, die mal abstaubt oder die Spinnweben wegsaugt. Aber dein Allah übertreibts vielleicht mit der Ordnung. Lustigerweise gibt’s dann schnell noch mehr Unordnung. Auch im Seelenhaushalt führt die Planwirtschaft zu Chaos und Unterentwicklung. Ohne mich in den innerislamischen Dialog allzu sehr einmischen zu wollen, gestatten Sie mir den Hinweis, daß auch der innere Djihad mit größter Vorsicht zu genießen ist.“&lt;br /&gt;Er lacht.&lt;br /&gt;„Respekt ohne Kriecherei! Na, ich werds ihm ausrichten, dem Allmächtigen. Und sonst schmeiß ich ihn raus.“&lt;br /&gt;Ich singe: „Allah Akbar!“&lt;br /&gt;Er tanzt und dreht sich.&lt;br /&gt;„Was haben Sie denn gemacht, früher?“&lt;br /&gt;„Richtig in Ordnung war mein Hirn nie! Aber früher hab ich das linke Zeug gepaukt. Erich Fromm: Haben oder Sein?“&lt;br /&gt;„Muß man sich da entscheiden? Klingt wie: Geld oder Leben?“&lt;br /&gt;Er zielt mit dem Finger auf mich.&lt;br /&gt;„Peng! Peng! Alles oder Nichts. Und zwar sofort! Nee, man muß sich nicht immer entscheiden. Manchmal im Leben schon. Ein bißchen zumindest. Karriere oder Kinder? Und sowas. Aber sonst erzählt er viel Märchen, der Fromm! Und der Name paßt: fromm ist der wie ein Pfaffe! Und alles war widersprüchlich! Und sollte es auch sein. Dialektisch war alles. Das war so ne Mühle! Nicht Dialekt, es ging ja extrem hochdeutsch zu, sondern: Dia – Leck – Tisch! Dia – Leck – Mich!“&lt;br /&gt;„Ja, das reicht schon! Die Grundidee hab ich verstanden!“&lt;br /&gt;Er lacht laut.&lt;br /&gt;„Alles war dauernd dialektisch. Außer dem Orgasmus. Der war gegen die Repression. Gegen den Staat. „Zur Funktion des Orgasmus“ hat irgendne Feministin mal geschrieben. Dann durften wir.“&lt;br /&gt;„Was durftet ihr?“&lt;br /&gt;„Na, Spaß haben. Rumfummeln. Die Mädels und die Jungs. Sexfront! Wenn’s die Feministinnen schreiben, war’s in Ordnung. Ein bißchen anstrengend und albern. Wir hatten dauernd Streit in der WG, Treue war ja Scheiße. Wenn dann das Glas in der Wut gegen die Wand flog, war das auch wieder patriarchal. Aber Spaß hat’s trotzdem gemacht. Gute Zeiten.“&lt;br /&gt;„Na, erst muß man ja experimentieren dürfen. Irgendwann findet sich schon die Richtige - und dann lernt man die Treue auch schätzen.“&lt;br /&gt;„Ja, ja, mein Engel kam leider nie geflogen. Aber hey, bist auch ne Zecke, oder?“&lt;br /&gt;„Nö, die Neurose hab ich erfolgreich verdrängt. Gerade hatte ich mein coming out als rechtslinksgedrehter Liberaler und agnostischer Christ!“&lt;br /&gt;„Fühlst dich noch nicht ganz zu Hause im neuen Heim, wie?“&lt;br /&gt;„Nur so halb, ist zwar geräumiger und luxuriöser, aber die Architektur ist viel komplizierter. Die Grundmauern stehen, aber am Dach wird noch gebaut. Und die Alarmanlage funktioniert nicht immer! Außerdem ist es erstmal ein bißchen kälter. Aber wenn die Elektroheizung erstmal installiert ist, wird’s hoffentlich noch gemütlicher als bei der alten Ofenheizung.“&lt;br /&gt;„Na, Prost. Ich komm zum Richtfest. Die herrschenden Gedanken sind die Gedanken der Herrschenden. Das wird schon!“&lt;br /&gt;„Ich hoff’s. Diagnose meiner momentanen politischen Grundverfaßtheit: alternierende manische und depressive Episoden. Therapieziel: Aufbrechen verkrusteter Über-Ich Strukturen. Stärkung der Realitätsprüfung.“&lt;br /&gt;„Oh, ein langer, steiniger Weg. Ich werd für dich beten. Aber das wird schon, sag ich! Ausdrücken kannste dich ja schon. Wie alt biste jetzt, knapp 30, oder? Da fängt man erst richtig an zu raffen, wie die Menschen ticken! Tut erst einmal weh. Dann ist es aber auch geil irgendwie. Und glaub mir, ich weiß wie sie ticken. Ich war überall. Überall, sag ich dir! Zumindest in der westlichen Hemisphäre. Heißt doch so, ‚westliche Hemisphäre’?“&lt;br /&gt;„Ja, und? Wie ticken sie?“&lt;br /&gt;„Na, alle verschieden irgendwie. Kompliziert. Und trotzdem einfach. Freude und Tränen halt. Aber alle verschieden. Nur in der DDR war alles DIN-Norm. Ich war ja Kommunist und freiwillig drüben. Alles DIN-Norm. Aber so richtig. Zackzack! Alles war TÜV-geprüft. Nicht nur die Autos. Die Genossen und alle.“&lt;br /&gt;„Allzeit bereit. Immer bereit.“&lt;br /&gt;Er salutiert.&lt;br /&gt;„Und trotzdem war alles Schrott, außer dem Sandmännchen.“&lt;br /&gt;„Ich glaubs Ihnen. Aber die DDR gehörte doch nicht zum Westen!“&lt;br /&gt;„Junge, du warst noch nie in Afrika, ich war überall. Früher hatte ich die Kohle zum reisen. Wenn du aus Afrika kommst, ist die DDR westlich. Basta!“&lt;br /&gt;„Und was ist mit Sozialismus ohne DIN-Norm?“&lt;br /&gt;„Mit menschlichem Antlitz, oder was?“&lt;br /&gt;Er verzieht sein Gesicht zu einer fürchterlichen Grimasse.&lt;br /&gt;„Und wohin mit den vielen unmenschlichen Antlitzen? Nach Sibirien oder wie? Menschliches Antlitz!“&lt;br /&gt;Er spuckt auf den Boden.&lt;br /&gt;„An den Kitsch hat doch selbst der Papst nicht geglaubt. Und der ist ja sonst ein sehr leichtgläubiger Mann!“&lt;br /&gt;„Großartige Idee! Falsche Gattung!“&lt;br /&gt;Er klatscht in die Hände.&lt;br /&gt;„Du sagst es. Auch deswegen hab ich zum Schnaps gegriffen.“&lt;br /&gt;„Heute isses anders.“&lt;br /&gt;„Ja, etwas. Und der Papst hat auch seinen Anteil dran. Rußland ist noch unten, aber das wird. Westdeutschland wird jetzt ostdeutscher und Ostdeutschland westdeutscher. Ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll. Abwarten und Tee trinken.“&lt;br /&gt;„Was halten Sie denn von Westdeutschland?“&lt;br /&gt;„Na, hier schnorr ich mich durch! An der Oberfläche ist es überall verschieden, Lippstadt ist am schönsten! Und die Menschen sind auch alle verschieden, vor allem in Hamburg und Berlin: rechts oder links, alternativ oder mainstream. Je nach Geschmack. Aber wenn du drunter schaust, wird’s düster: Dann werden alle ähnlich im Herzen. Deutsch halt, irgendwie. Aber das ist ja logisch. Deutsche sind eben deutsch. Briten sind ja auch britisch. Regt mich nicht mehr so auf wie früher.“&lt;br /&gt;„Na, Moment. Da gibt’s schon noch wichtige Unterschiede. Beim Humor angefangen. Die Deutschen hatten nie ne Monthy-Python-Gang.“&lt;br /&gt;„Ja, stimmt schon. Aber sie ham jetzt immerhin den Harald Schmidt. Und wenn die Deutschen eines Tages noch mal durchdrehen sollten, müssen sie den erstmal mundtot machen. Und der hört doch gar nicht mehr auf zu reden. Bei dem kriegt jeder sein Fett ab! Und so muß es ja auch sein! Eigentlich isses doch vor allem langweilig heute. Todlangweilig.“&lt;br /&gt;„Ja, aber das ist doch nicht nur schlecht? Wenn wir wieder Fackelmärsche sehen wollen, ziehen wir uns halt Wagner oder Schlingensief oder die drei Teile vom ‚Herrn der Ringe’ rein, oder? Meine Oma sagt immer: ‚Der Herr bewahre uns vor dramatischen Zeiten’.“&lt;br /&gt;„Die wird wissen, von was sie redet!“&lt;br /&gt;„Meine Vermutung ist, daß die Großmütter heimlich die Fäden der Weltgeschichte ziehen – aus dem Untergrund. Die Hypothese wird schwer zu widerlegen sein.“&lt;br /&gt;„Na, deine wird jedenfalls viel Geschichte erlebt haben. Es war ja mal anders. Heute ist nur noch die Sprache so. Abstrakt und anstrengend. Ein bißchen wie unsere Dialektik früher. Weniger tief, aber immer noch so hart irgendwie. Die kleben so an den Worten hier, als ob sie magisch wären. Wir ham früher immer von der falschen Welt geredet. Wir meinten aber nicht unseren blauen Planeten – der ja nur von oben so wunderschön ist! – nein, wir meinten den Kapitalismus. Das kannst du heute nicht mehr nachvollziehen.“&lt;br /&gt;„Doch! Doch! Das falsche Ganze. Der Griff der Totalität. Bei den Linken ist halt das Kapital die Wurzel allen Übels!“&lt;br /&gt;Er lacht und singt:&lt;br /&gt;„666 – the number of the beast, hell and fire shall be released.“&lt;br /&gt;Wir schütteln unsere Köpfe.&lt;br /&gt;„Die großen Worte!“&lt;br /&gt;„Genau. Ist doch nur Aufspielerei. Die sind nur neidisch auf die Amis, weil sie geilere Unis haben.“&lt;br /&gt;„Deswegen haben sie auch von Pisa als Zeichen unserer fortschreitenden Amerikanisierung geredet! Ein Glück für die Deutschen, daß Bush manchmal Scheiße labert.“&lt;br /&gt;„Genau! Dann können sie wieder laut tönen.“&lt;br /&gt;„Und die Linken tönen mit.“&lt;br /&gt;„Genau, mir hat immer nur das Hasta La Victoria Siempre gefallen!”&lt;br /&gt;Ich hebe die Faust!&lt;br /&gt;„Nein, nein, ich dachte nur, daß es mir um die Revolution ging. Dabei hat es halt den Genossinnen gefallen. Die mußte man halt irgendwie beeindrucken.“&lt;br /&gt;„Naja, wenn’s funktioniert, ist doch OK.“&lt;br /&gt;„Ja, klar. Probier’s ruhig aus. Ich sag heute oft noch solche spanischen Wörter vor mich hin. Das erinnert mich an schöne, reife Spanierinnen mit langen, schwarzen Zöpfen auf der Tribüne der Stierkampfarena. Und an wehende rote Tücher!“&lt;br /&gt;„Das sind aber auch große Wörter!“&lt;br /&gt;„Ja, aber sanfter, melodiöser. Das ist Stil. Solche Wörter sprech ich dauernd. Wie so’n Mantra. Obwohl ich fast kein Spanisch kann. Das beruhigt mich, so wie andere das Skat beruhigt.“&lt;br /&gt;„Klang fast nach Hemingway. Gleiche Vorlieben habt ihr jedenfalls.“&lt;br /&gt;„Ja, aber der ist Ami oder Kanadier, glaub ich. Englische Wörter sag ich auch oft, mit denen kann man am besten fluchen. Meinem Psychiater hab ich immer ‚Yes, sir!’ geantwortet. Fuck! hab ich dauernd rumgeflucht in seiner Praxis. Aber ärgern konnte ich ihn nicht. Manchmal hat er sogar mitgemacht. War schwer in Ordnung der Doktor. Shit happens!“&lt;br /&gt;„...all the time!“&lt;br /&gt;„Shit happens all the time! Yes, Sir. Viel Spaß hatten wir. Und gute Pillen, die haben mich runtergeholt. Dort hätte ich auch mein Bett haben können und ne Glotze mit Kabelanschluß. Aber wilde Vögel müssen nun mal fliegen. Und da keine ‚Fremd- oder Eigengefährdung’ vorlag – wie die sich ausdrücken dort – haben sie mir alles Gute gewünscht und mich ziehen lassen. Ich kann ja jederzeit wiederkommen!“&lt;br /&gt;Er spreizt die Arme und versucht zu fliegen.&lt;br /&gt;„Kennen Sie Samuel Beckett?“&lt;br /&gt;„Sicher, der Ire. Ein schöner Mann. Warum?“&lt;br /&gt;„Bei ihm hängen die Figuren auch auf der Straße rum. Und irgendwie ham sie auch alle Burnout-Syndrome und Langeweile. Und sie spielen gerne mit schönen Wörtern rum!“&lt;br /&gt;„Und sie warten auf Godot, so wie ich. Ich erinner mich nur noch an die Fahrräder bei Beckett. Alle wollen nur Fahrrad fahren, freihändig und so. Irgendwann gehen aber die schönen Fahrräder alle kaputt. Nicht so schnell wie in der DDR, aber eines Tages, mit Sicherheit.“&lt;br /&gt;„Naja, es gibt ja auch kein Menschenrecht auf heile Fahrräder.“&lt;br /&gt;„Nee, aber die Leute wählen dich, wenn du das glaubhaft versprichst. Dabei gehört das doch zur Schönheit des Fahrrades dazu: Irgendwann ist es Schrott. Wie die Menschen.“&lt;br /&gt;„Der Herr erhält alle, die da fallen. Und er richtet auf alle, die da niedergeschlagen sind.“&lt;br /&gt;Er hält sich seinen fetten Bierbauch vor Lachen.&lt;br /&gt;Ich muß los und stehe auf. Er drückt mir fest die Hand.&lt;br /&gt;„Wenn das mal kein sauberes Schlußwort war. Sieh zu, daß du deinen ICE kriegst.“&lt;br /&gt;Ich geb ihm ein bißchen Kleingeld (zum Versaufen!). Er bedankt sich. Und weil es demütigend ist, zu nehmen ohne zu geben, gibt er mir, was er noch in der Tasche hat: eine Marlboro. Obwohl ich auch in puncto Gesundheit (nicht in puncto Gesundheitssystem) ein Wahlamerikaner bin, lasse ich sie mir gerne von ihm anstecken.&lt;br /&gt;Er zieht seinen Hut und verschwindet im Dunkel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt eine alte Übung im Buddhismus. Man soll jedes Lebewesen, dem man begegnet, so betrachten, als sei es bereits erleuchtet. Ich habe nicht gerade einen schwarzen Gürtel in dieser Disziplin, aber manche Lebewesen machen es einem recht einfach.&lt;br /&gt;Und bis jetzt haben sie alle zu meiner eigenen, vermaledeiten Gattung gehört!&lt;br /&gt;Das gibt Hoffnung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;„Whoever is righteous, let him be righteous still.&lt;br /&gt;Whoever is filthy, let him be filthy still.&lt;br /&gt;Listen to the words long written down.&lt;br /&gt;When the man comes around”&lt;/span&gt; (Cash)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter mir: Ein verdreckter Bahnsteig. Häßliches Graffiti.&lt;br /&gt;Über mir: Lampionmond. Frühlingsnacht.&lt;br /&gt;Trompeten und Engelschöre in der Ferne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Michael Holmes&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111572319130045970?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111572319130045970/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/05/zur-orgasmusfunktion-von-anglizismen.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111572319130045970'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111572319130045970'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/05/zur-orgasmusfunktion-von-anglizismen.html' title='Zur Orgasmusfunktion von Anglizismen'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111572254385097835</id><published>2005-05-10T12:54:00.000+02:00</published><updated>2005-05-12T13:25:42.640+02:00</updated><title type='text'>Backlash 9/11</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;Hey ladies, hey fellas and everyone in between,&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;            &lt;p class="MsoNormal"&gt;als die Rauchschwadeb noch nicht verzogen waren, hatte Klaus Theweleit die Männerphantasie, daß Al Qaida am 11. September 2001 in den Doppelphallus WTC flog um Amerika symbolisch zu kastrieren. Liberale haben viel darüber gelacht. Dabei hatte Herr Theweleit keineswegs einfach schlecht geträumt. Bin Laden wollte durchaus die Welt daran erinnern, dass eine Zivilisation, deren wichtigstes Wahrzeichen eine schöne und stolze Frau mit Krone und Freiheitsfackel ist, keine wirkliche Zivilisation, sondern nur eine judäochristliche Täuschung sein kann. Seine Shahid wollten demonstrieren, dass Herr Bush trotz seines imponierenden Militärapparates keine E… hat!&lt;br /&gt;Und auch sie hatten nicht ganz unrecht. Als Bush in London den infantilen Friedenstauben allzu viel Verständnis entgegenbrachte: ‚young people should hate war!’ klang das eher nach einem antiautoritären Familienvater als nach einem Kreuzritter mit schillernder Rüstung und meterlangem Eisenschwert. Immerhin erinnerte er sie noch freundlich daran, dass die Irakis nun wie sie das Demonstrationsrecht genießen. Das dürfte sie dann doch geärgert haben&lt;br /&gt;(die Tatsache ebenso wie die Behauptung!).&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Warum erzähle ich, was alle wissen? Weil ich einen schönen Witz loswerden muss. Ich habe ihn bei Bassam Tibi gefunden. Er versichert, dass es nicht nur der beste, sondern auch der bekannteste Witz in der gesamten islamischen Welt ist. Der uninformierte Europäer muss vorher erklärt kriegen, daß in der islamistischen Ideologie ein Mann nur dann wahre Muru’a (Männlichkeit) besitzt, wenn er sich gegen den verweichlichten und ‚verjudeten’ Westen erhebt.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;         &lt;p class="MsoNormal"&gt;Eine emanzipierte Frau will in Kairo provokativ eine Männertoilette betreten. Der Wächter hindert sie daran mit der Begründung: Nur für Männer!&lt;br /&gt;Unbekümmert setzt sie ihren Weg fort und entgegnet: ‚Gut, dann ist sie ja frei.&lt;br /&gt;Oder ist Bin Laden da drin?’&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;               &lt;p class="MsoNormal"&gt;Der würde meine/r geschlechtsneutralen Freund/in (?) gefallen, der/ die eine Demo gegen die ‚Men’s Only’ - Toilettenapartheid des Spätkapitalismus organisieren wollte.&lt;br /&gt;Aber über rassistische Witze lacht er/ sie trotzdem nicht!&lt;br /&gt;Unser Problem mit dieser Pointe sollte sein, dass sie wie immer eine satirische Zuspitzung ist.&lt;br /&gt;Wenn übermorgen ein glücklicher pakistanischer Polizist unserem selbst ernannten Mr. Arabia eine Kugel durch den Turban jagt (und danach nie wieder arbeiten muß!), wird der&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Djihadismus das ebenso überleben, wie der sozialistische Totalitarismus Josef Stalin.&lt;br /&gt;Antiliberale sind immer auf der Suche nach charismatischen Führern mit komischen Bärten. Aber der Antiliberalismus erklärt sich nicht aus diesem Charisma. Sonst könnte die CIA mit ein paar gezielten Tyrannenmorden das Problem des Totalitarismus aus der Welt schaffen.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Leider gibt es nach Expertenschätzungen etwa 7 Millionen aktive Kämpfer für das internationale Patriarchat, die in etwa 60 Ländern operieren. &lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Frau Schwarzer, wann immer sie den Kampf gegen diesen übermächtigen Gegner aufnehmen, werden die Freundinnen und Freunde der offenen Gesellschaft und die heldenhafte New Yorker Feuerwehr wie richtige Frauen und Männer an ihrer Seite stehen. All der Unfug der letzten Jahrzehnte (außer das mit den patriarchalen Tier - KZs!) sei dann vergeben und vergessen. &lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;Emma, don’t worry, Mrs. Rice is behind you! &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;- Michael Holmes&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111572254385097835?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111572254385097835/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/05/backlash-911.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111572254385097835'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111572254385097835'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/05/backlash-911.html' title='Backlash 9/11'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111558550708727481</id><published>2005-05-08T22:48:00.000+02:00</published><updated>2005-05-08T22:58:31.630+02:00</updated><title type='text'>Da lacht das Patriarchat</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.taz.de/pt/2005/05/03/a0001.nf/text"&gt;taz, Kölner Lokalausgabe, 03.05.05&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frauen suchen starken Partner &lt;h5 class="U"&gt;Das Nippeser Forum F hat Insolvenz angemeldet. Das einzige Computerselbstlernzentrum für Frauen in Köln sucht jetzt nach einem männlichen Berater, um die drohende Schließung zu verhindern &lt;/h5&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111558550708727481?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111558550708727481/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/05/da-lacht-das-patriarchat.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111558550708727481'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111558550708727481'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/05/da-lacht-das-patriarchat.html' title='Da lacht das Patriarchat'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111530032571095725</id><published>2005-05-05T15:29:00.000+02:00</published><updated>2005-05-05T15:38:45.826+02:00</updated><title type='text'>Imre Kertész</title><content type='html'>Zwar könnte man es als Affront gegenüber &lt;a href="http://www.suhrkamp.de/autoren/kertesz/kertesz_bio.htm"&gt;Imre Kertész&lt;/a&gt; auffassen, daß dieser sich die &lt;a href="http://idw-online.de/pages/de/news108162"&gt;Ehrendoktorwürde&lt;/a&gt; &lt;code&gt;&lt;/code&gt;des Fachbereichs Philosophie und Geisteswissenschaften der Freien Universität Berlin in diesem Jahr ausgerechnet mit Günter Grass teilen muß, aber verdient hat Kertész es allemal (die Ehrendoktorwürde, nicht Grass), und daher sagen auch wir: Herzlichen Glückwunsch!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111530032571095725?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111530032571095725/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/05/imre-kertsz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111530032571095725'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111530032571095725'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/05/imre-kertsz.html' title='Imre Kertész'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111507661028993319</id><published>2005-05-03T01:25:00.000+02:00</published><updated>2005-05-10T19:27:42.476+02:00</updated><title type='text'>Allerlei Lager</title><content type='html'>Der Rückfall ist uns etwas peinlich. Die Teufelchen unserer Alkohol- und Sensationssucht siegten über die Friedenssehnsucht und trieben uns am Tag der Arbeit in unsere Kreuzberger Stammkneipe. (Die folgenden Gespräche sind ebensosehr Dichtung wie Wahrheit, die besten Pointen fallen einem ja immer erst hinterher ein.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst halten wir uns streng an den vorher gründlich durchdachten Sicherheitscodex. Der Ex-Genosse: „Sagt ihr als Liberale doch mal was zu den 40 000 Hungertoten am Tag!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir: „Nun ja, da müßten wir jetzt erst einmal ausführlich über den Mann reden, der die größte Hungerkatastrophe der Menschheitsgeschichte zu verantworten hat. Und dann über seine Wirtschaftsvorstellungen. Nur: ‚In der Wirtschaft sitzt man, aber man redet nicht drüber.’ (Arnett)“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Puh! Erleichterung. Sure shot, cowboy!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er lacht triumphierend: „Ja, ja, ich dachte, Fakten und Argumente wären auf eurer Seite.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir: „Na schön. Du bekommst drei Tips, und wir bekommen dafür unsere Ruhe. Erstens: Simone de Beauvoir bewunderte den sanften Staatsmann und Poeten, nach dem wir suchen, als einen Mann der großen Gefühle. Zweitens: Augusto Pinochet ist es nicht. Und er kommt auch nicht aus Chicago. Drittens: Du kannst den Namen beim Wirtschaftsnobelpreisträger Amartya Sen nachschlagen. Bei der Gelegenheit erfährst du übrigens auch, daß Sen sich schwor, sein Leben dem Kampf gegen den Hunger zu widmen, nachdem er als robuster und willensstarker Jugendlicher eine der schrecklichsten Hungerkatastrophen Indiens überlebt hatte. Außerdem erfährst du, daß er sich einen Namen an den besten Universitäten der ehemaligen Kolonialmacht seines Heimatlandes machte. Die klassische Aufsteigerbiografie also. Und du liest, wie er mit seinem OECD-Team die indischen Politiker beriet, als sie (Jahrzehnte später) wieder mit der akuten Drohung einer Hungerkatastrophe konfrontiert wurden. Keine Angst! Es gibt ein Happy End. In jedem Tatort gibt es mehr Leichen. Sen kriegt mehr Leute in Lohn und Brot als Guevara und Mutter Theresa zusammen. Dennoch ist Vorsicht geboten. Obwohl Sen den Marx ebenso gerne wie den Adam Smith zitiert, ist er nicht gerade ein radikaler Antikapitalist. Und er redet äußerst herablassend und unsensibel vom indischen Kastensystem! Mehr wird nicht verraten. Die Lösung schreiben Sie verkehrtherum auf eine Postkarte und schicken sie an das ZK von Attac/Sektion Südliches Afrika. Noch ein großes Berliner bitte!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Frau am anderen Tischende: „Antideutsche Genossen organisieren jetzt eine Anti-Lager-Tour.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denken ist Arbeit. Und am Tag der Arbeit soll man nicht arbeiten. Aber dieser Versuchung können wir nicht widerstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir also: „Eine Anti-Was-Tour?“ Wir müssen gestehen, daß wir die letzten Tage zu faul waren, um die Zeitung zu lesen. „Haben wir irgendwie verpaßt, wie der Müntefering-Debatte die ersten praktischen Schritte folgen?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie: „Äh. Nein. Es geht um Abschiebelager!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir: „Ach so! Aber dann sollten unsere tapferen Antirassisten vielleicht das – zugegeben etwas weniger griffige – ‚Abschiebelagertour’ verwenden. Soviel Political Correctness muß dann schon sein.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie: „Political Correctness?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir: „Du weißt schon: Geschichtsrevisionismus und so. Respekt vor den Millionen Ermordeten.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie: „Die französischen und italienischen Genossen benutzen aber auch das deutsche Wort ‚Lager’.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir: „Und ein britischer Genosse von uns sprach mal vom ‚Blitzkrieg against the Falklands!’. Weißt du, ich lese gerade das Schwarzbuch Kommunismus“ (sie legt die Stirn in tiefe Falten) „und assoziiere schreckliche Szenen mit dem Wort Lager. Man darf doch den Gulag nicht nivellieren! Sicher, wenn Schröder sich explizit hinter Münteferings ‚Ausländische Unternehmer fallen wie Heuschrecken über unser Land her’-Gerede stellt, ist das natürlich beängstigend. Nicht nur, weil man so bestimmt keine Arbeitsplätze schafft. Der Bundeskanzler sollte natürlich ganz grundsätzlich – Arbeitsplätze hin oder her – nicht die Sprache von Lenin, Trotzki und Stalin sprechen. Wenn Stoiber von Migranten als Heuschrecken sprechen würde, würden wir ja auch behutsam darauf hinweisen, daß das klingt, als würde Saddam gegen die Kurden mobilisieren. Trotzdem. Auf die feinen Unterschiede ist schon zu achten. Noch gibt es keine Schauprozesse gegen zionistische Imperialisten und plutokratische Volksschädlinge in Berlin. Condi Rice würde Deutschland auch ziemlich anschwärzen bei ihrem Chef.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie: „Ich sehe schon. Ihr haßt alle Kommunisten.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir: „Nein, nein. Auf den Plakaten zum 8. Mai sehen wir Hammer und Sichel mit Freuden. Die einfachen Arbeiter und Bauern, die ihr Vaterland aufrecht verteidigt haben, können schließlich nichts für den Hitler-Stalin-Pakt. Schade finden wir nur, daß auf all den vielen antifaschistischen Plakaten zum Tag der Befreiung zufällig die Fahnen der Westalliierten vergessen wurden. USA- SA-SS darf offenbar nicht mitspielen!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schweigen. Der Vorhang fällt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Wo wir gerade beim Geschichtsrevisionismus sind: Das antideutsche Boulevardblättchen „Jungle World“ beschimpft den Nachfolger von Johannes Paul II., dem Hirten also, der seine Schäfchen immer wieder daran erinnert hat, daß das Christentum die jüngere Schwester des Judentums ist. Nicht verwunderlich. Macht jede Taz. Aber wie nennen die großen Retter der Einmaligkeit von Auschwitz den neuen Papst auf ihrer Titelseite? (Trommelwirbel)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;GOTTES WILLIGER VOLLSTRECKER!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kameraden von der Neuheidenfraktion bei der „Jungen Freiheit“ werden sich geärgert haben, als sie morgens am Zeitungskiosk vorbeimarschierten. Da hätten sie selbst draufkommen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Michael Holmes&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111507661028993319?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111507661028993319/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/05/allerlei-lager.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111507661028993319'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111507661028993319'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/05/allerlei-lager.html' title='Allerlei Lager'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111506906023891917</id><published>2005-05-02T23:14:00.000+02:00</published><updated>2005-05-03T00:13:16.746+02:00</updated><title type='text'>Peace kills!</title><content type='html'>Wir müssen ein Zitat von der &lt;code&gt;&lt;/code&gt;&lt;code&gt;&lt;a href="http://www.achgut.de/dadgd/view_article.php?aid=609&amp;amp;ref=0"&gt;Achse des Guten&lt;/a&gt; &lt;/code&gt;klauen. Ein Exiliraker ärgert sich über den neokolonialistischen, eurozentrischen, herablassenden, wohlstands- und menschenrechtsverwöhnten Blick unserer privilegierten Friedensgemeinde, deren Mitläufer das Glück hatten, unter dem Schirm der Pax Americana geboren worden zu sein:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"I am sick and tired of pompous students insulting my people by saying they should have been left to rape, torture and murder by Hussein. When are you British going to start listening to us when we say the war was a good thing? When are you going to start believing we deserve a chance at the same luxuries of free speech you have? When are you anti-war people going to start treating us like human beings?"&lt;br /&gt;Achmed, UK (ex Iraq)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111506906023891917?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111506906023891917/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/05/peace-kills.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111506906023891917'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111506906023891917'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/05/peace-kills.html' title='Peace kills!'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111480551691286463</id><published>2005-04-29T19:44:00.000+02:00</published><updated>2005-04-29T23:21:47.630+02:00</updated><title type='text'>We shall overcome!</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Unmittelbare Erfahrung sagt manchmal mehr als tausend Theorien: Vor zwei Jahren spaziere ich (M.H.) in der warmen 1. Mainacht durch Kreuzberg, getrieben von Sensationsgier. Aus meinem Kopfhörer dröhnt der aggressive Mackerhiphop von Rage Against The Machine. Eine Zeitlang ergötzen sich meine Augen an den Flammen der Barrikaden und den schnellen, unberechenbaren Bewegungen aufgepeitschter Menschenmassen. Weil ich keinen Ärger will, fliehe ich vor den anrückenden Bullen in eine Seitenstraße. Aber gleich nachdem ich tief Luft geholt habe, beginnt das wirkliche Drama. Nur etwa zwanzig Meter von mir schreit ein völlig vermummter junger Mann eine Frau an. Ich höre nur Fetzen, aber die lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: "Natürlich wolltest du mit mir ficken. Hey, stell dich nicht so an". Weiter möchte ich es nicht ausführen. Meine Erinnerung mag auch von der Aufregung und Angst verzerrt sein. Als der Mann die Frau an den Armen packt und schubst, drehe ich mich um und rufe (ohne darüber nachzudenken, daß ich als Anarchist keine Polizisten und als Antideutscher insbesondere keine deutschen Polizisten leiden kann) etwas dümmlich: "Polizei! Polizei!" Und das zu den Beamten, vor denen ich eine Minute zuvor weggerannt bin.&lt;br /&gt;Tja, die Berliner Polizei ist aber gerade zu beschäftigt, um mich zu hören. Dafür hat mich der Typ gehört. Er dreht sich kurz zu mir um und lacht laut. Dann beginnt er, die Frau anzufassen. Sie versucht, sich etwas zu wehren, ist ihm aber unterlegen. Während ich noch Mut sammle und dafür viel zu lange brauche (ein Freund der offenen Gesellschaft ist nicht immer ein Held der offenen Gesellschaft!) kommt - dem Himmel sei Dank! - ein älteres, konservatives Ehepaar (was machen die hier am 1. Mai zur Geisterstunde in Kreuzberg?!) aus der anderen Richtung um die Ecke gebogen. Der Mann klappt seinen Regenschirm zusammen und fuchtelt wild damit herum. Er ist nicht gerade ein geübter Samurai, aber seine durchdringende, entschlossene Stimme verleiht ihm dennoch die nötige Autorität. Der Bursche nimmt seine Drecksfinger von der Frau. Sie flucht und rennt weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was will ich damit sagen? Daß alle Kommunisten potentielle Vergewaltiger sind? Daß nur der Staat Gewalt ausüben darf?&lt;br /&gt;Weder noch. Kommunisten haben die schlimmsten Verbrechen im Namen hoher Ideale begangen, nicht um sich zu bereichern oder ihre Lust mit Gewalt zu befriedigen (was sie natürlich oft genug auch taten!).&lt;br /&gt;Die größten Verbrechen des 20. Jahrhunderts wurden von gewaltigen Staatsapparaten und meist auch im Namen der Nation verübt. Der militante Widerstand dagegen war und ist oft legitim. Wir sähen gerne Aufstände im Iran, in Nordkorea, in Myanmar oder Simbabwe. Aber es muß einfach mal gesagt werden: In einem liberalen Rechtsstaat wie der Bundesrepublik hat (bis auf seltene, sehr konkret zu diskutierende Ausnahmen) politischer Protest (und sei er noch so gerechtfertigt) gewaltlos zu bleiben. Gewalt birgt immer die Gefahr der Eskalation und des Exzesses. Und das hat jeder aufgeklärte Mensch auch zu wissen.&lt;br /&gt;Auf das Widerstandsrecht darf man sich erst berufen, wenn grundlegende Rechte massiv verletzt werden. Das ist in Westeuropa fast nie der Fall. Und es ist eine dreiste Lüge, daß es politische Gefangene gäbe. Kein Kommunist oder Anarchist sitzt im Knast, weil er Kommunist oder Anarchist ist, sondern weil er Straftaten begangen hat. Im Einzelfall kann man und muß man darüber diskutieren, ob die Strafen zu hart sind oder ob der Prozeß wirklich fair war. Und auch linke Rechtsorganisationen wie die Rote Hilfe können hier manchmal wichtige Menschenrechtsarbeit machen. So weit so gut.&lt;br /&gt;Westliche Linke sollten aufhören, sich arrogant aufzuspielen, in dem sie ihren 'Widerstand' in einem Atemzug mit dem lebensgefährlichen (tatsächlichen) Widerstand unterdrückter Menschen in Diktaturen oder antifaschistischer Partisanen im Zweiten Weltkrieg nennen. Ihr solltet dankbar sein, daß Euer Heroismus von der Geschichte nicht ernsthaft auf die Probe gestellt wird.&lt;br /&gt;Gewalt muß kontrolliert werden. Immer und überall. Egal wie edel das Ziel sein mag, die Mittel müssen angemessen und rechtfertigbar sein. Das gilt für Staaten: Hiroshima bleibt ein unentschuldbares Verbrechen, und der Krieg gegen das klerikalfaschistische Japan bleibt dennoch legitim.&lt;br /&gt;Und das gilt für linke Bewegungen. Gegen die Massaker in My Lai zu demonstrieren, war nicht nur in Ordnung, sondern Pflicht. Und da durfte ruhig auch mal ein Stein fliegen. &lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;(You don't need a weatherman, to know which way the wind blows!) &lt;/span&gt;Wer aber die Parole des &lt;code&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;" lang="EN-GB"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;code&gt;&lt;span style="font-size: 9pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;" lang="EN-GB"&gt;&lt;a href="http://www.welt.de/data/2004/10/14/345885.html?search=guevara&amp;searchHILI=1"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;code&gt;&lt;span style="font-size: 9pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;" lang="EN-GB"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;Totalitaristen Guevara&lt;code&gt;&lt;span style="font-size: 9pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;" lang="EN-GB"&gt;&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;&lt;/code&gt;"Schafft zwei, drei, viele Vietnam" skandierte, der wollte Schlimmeres als president Nixon.&lt;br /&gt;Laßt den Blödsinn. Übt kluge Kritik an deutscher Ideologie (und in einem Nebensatz getrost auch mal an Guantanomo Bay) und tragt sie auf die Straße - und vergeßt die blau-weiße Fahne nicht! Aber schmeißt keine Steine auf die Polizisten der ersten wirklich stabilen liberalen Demokratie auf deutschem Boden. Sie sind es, die mit der Maschinenpistole Tag und Nacht vor den Synagogen auf und ab laufen, um sie vor deutschen oder arabischen Antisemiten zu schützen. &lt;i&gt;Militant!,&lt;/i&gt; wenn Ihr das Wort so gerne hört.&lt;br /&gt;We have a Dream: Auf dem Kreuzberger Myfest&lt;a href="http://www.blogger.com/post-edit.g?blogID=11493268&amp;postID=111480551691286463&amp;amp;quickEdit=true"&gt;&lt;code&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/a&gt; stoßen Punks mit deutschen Polizisten und Feministinnen mit dem türkischen Macho von Nebenan auf die offene Gesellschaft in Berlin und den kurdischen Präsidenten der noch jungen Republik Irak an.&lt;br /&gt;&lt;!--[if !supportLineBreakNewLine]--&gt;&lt;br /&gt;&lt;!--[endif]--&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Keine rechtsfreien Räume in Kreuzberg!&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;PS: Und weil wir gerade in versöhnungstrunkener Hippiestimmung sind: Unsere Ex-Genossen, die über die politischen Auseinandersetzungen die alten Freundschaften vergessen (und einen schon mal als Faschisten beschimpfen), möchten wir an Bob Dylans Aufruf zur Entpolitisierung der privaten Beziehungen erinnern. In unseren postmodernen Genderkillerzeiten dürfen sich auch eher maskulin geprägte Menschen durch das kindliche 'Babe' angesprochen fühlen.&lt;br /&gt;Singt alle mit!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;I ain't lookin' to compete with you,&lt;br /&gt;Beat or cheat or mistreat you,&lt;br /&gt;Simplify you, classify you,&lt;br /&gt;Deny, defy or crucify you.&lt;br /&gt;All I really want to do&lt;br /&gt;Is, baby, be friends with you.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;No, and I ain't lookin' to fight with you,&lt;br /&gt;Frighten you or uptighten you,&lt;br /&gt;Drag you down or drain you down,&lt;br /&gt;Chain you down or bring you down.&lt;br /&gt;All I really want to do&lt;br /&gt;Is, baby, be friends with you.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I ain't lookin' to block you up&lt;br /&gt;Shock or knock or lock you up,&lt;br /&gt;Analyze you, categorize you,&lt;br /&gt;Finalize you or advertise you.&lt;br /&gt;All I really want to do&lt;br /&gt;Is, baby, be friends with you.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I don't want to straight-face you,&lt;br /&gt;Race or chase you, track or trace you,&lt;br /&gt;Or disgrace you or displace you,&lt;br /&gt;Or define you or confine you.&lt;br /&gt;All I really want to do&lt;br /&gt;Is, baby, be friends with you.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I don't want to meet your kin,&lt;br /&gt;Make you spin or do you in,&lt;br /&gt;Or select you or dissect you,&lt;br /&gt;Or inspect you or reject you.&lt;br /&gt;All I really want to do&lt;br /&gt;Is, baby, be friends with you.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I don't want to fake you out,&lt;br /&gt;Take or shake or forsake you out,&lt;br /&gt;I ain't lookin' for you to feel like me,&lt;br /&gt;See like me or be like me.&lt;br /&gt;All I really want to do&lt;br /&gt;Is, baby, be friends with you.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;code&gt;&lt;span style="font-family:Courier,Courier New;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111480551691286463?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111480551691286463/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/we-shall-overcome.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111480551691286463'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111480551691286463'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/we-shall-overcome.html' title='We shall overcome!'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111462135570867038</id><published>2005-04-27T18:56:00.000+02:00</published><updated>2005-04-27T19:13:00.253+02:00</updated><title type='text'>Muslim Refusenik</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;font-size:130%;"  &gt;&lt;code&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Jan Feddersen portraitiert in der &lt;a href="http://www.taz.de/pt/2005/04/23.nf/magText.tname,a0280.re,hi.idx,0"&gt;taz vom 23.04.&lt;/a&gt; die ugandisch-kanadische Essayistin &lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;code&gt;&lt;a href="http://www.muslim-refusenik.com/"&gt;Irshad Manji&lt;/a&gt; (die wir schon seit Bestehen unseres Blogs in der Linkliste führen), Autorin des Buches &lt;/code&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://www.amazon.com/exec/obidos/tg/detail/-/0312326998/002-3857992-6257638?v=glance"&gt;"The Trouble with Islam"&lt;/a&gt;. Deutsch-europäische paternalistische Islamversteher mögen sich warm anziehen.&lt;/span&gt; &lt;/code&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111462135570867038?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111462135570867038/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/muslim-refusenik.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111462135570867038'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111462135570867038'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/muslim-refusenik.html' title='Muslim Refusenik'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111445464622825722</id><published>2005-04-25T20:37:00.000+02:00</published><updated>2005-04-25T20:48:27.110+02:00</updated><title type='text'>Die Pille für den Mann</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Verdana,Arial,Helvetica,Geneva;font-size:100%;"  &gt;"Women have long lamented the unequal burden they shoulder in the area of contraception. Today researchers are reportedly close to perfecting a male contraceptive that is free of side effects, easy to take, and reversible. But do women really want a male birth control pill?", &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;code&gt;&lt;/code&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Verdana,Arial,Helvetica,Geneva;font-size:100%;"  &gt;&lt;a href="http://www.ifeminists.net/introduction/editorials/2005/0420sacks.html"&gt;fragt der amerikanische Publizist Glenn Sacks&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;code&gt;&lt;/code&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Verdana,Arial,Helvetica,Geneva;font-size:100%;"  &gt; - und verneint diese Frage wohlbegründet: "&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Verdana,Arial,Helvetica,Geneva;font-size:100%;"  &gt;The male birth control pill will shift much of that [reproductive] control from women to men."&lt;/span&gt;&lt;code style="font-family: arial;"&gt;&lt;/code&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111445464622825722?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111445464622825722/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/die-pille-fr-den-mann.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111445464622825722'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111445464622825722'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/die-pille-fr-den-mann.html' title='Die Pille für den Mann'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111426112406660156</id><published>2005-04-23T14:55:00.000+02:00</published><updated>2005-04-23T14:58:44.066+02:00</updated><title type='text'>Feministische Planwirtschaft</title><content type='html'>Spinnen die jetzt total? "Norway will shut companies that refuse to recruit at least 40 percent women to their boards by 2007 under an unprecedented equality drive, a cabinet minister said on Tuesday." (&lt;a href="http://www.aftenposten.no/english/business/article1010821.ece"&gt;Aftenposten, 06.04.2005&lt;/a&gt;)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111426112406660156?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111426112406660156/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/feministische-planwirtschaft.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111426112406660156'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111426112406660156'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/feministische-planwirtschaft.html' title='Feministische Planwirtschaft'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111409281584341422</id><published>2005-04-21T16:10:00.000+02:00</published><updated>2005-04-21T16:13:35.846+02:00</updated><title type='text'>"Was treiben die da eigentlich auf ihren klandestinen Zusammenkünften?"</title><content type='html'>Auf unserem ersten Treffen wurde praktisch bewiesen, daß Vernunft und Liberalismus weder kalt noch langweilig sein müssen. Es war allerdings nicht nur ein gemütliches Kuscheltreffen, sondern es wurde durchaus ernsthaft und bisweilen kontrovers diskutiert. Dabei hat sich herauskristallisiert, welche Themen bei unseren weiteren Gesprächen wohl Priorität haben werden:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1.) Die Auseinandersetzung mit und die Kritik an der Linken wird für uns weiterhin von großer Bedeutung sein, denn linke Ideen sind in Westeuropa und insbesondere in unserem Umfeld (akademischer Mittelstand) intellektuell und emotional prägend: Es gibt einen völlig selbstverständlichen und kaum hinterfragten Alltags-Antikapitalismus, Alltags-Feminismus und Alltags-Antiamerikanismus, die von ihren Trägern oft nicht einmal als solche erkannt werden. Diese linken Denkmuster werden heute automatisch als die moralischen empfunden, und deren Kritiker geraten somit in die moralische Defensive. (Wer etwa für den Sturz des Baath-Regimes argumentierte, mußte sich zunächst einmal der Vorwürfe, man sei Kriegstreiber oder Rassist, erwehren. Die Festung der moralischen Unerschütterlichkeit zu stürmen, hätte eigentlich nur Exilirakern gelingen können – wären diese nicht einfach ignoriert worden.) Es wäre indessen zu zeigen, daß viele linke Parolen von Liberalen mit größerem Recht gerufen werden können: Hoch die Internationale Solidarität oder Nie wieder Auschwitz.&lt;br /&gt;Die meisten von uns waren früher eher mehr als weniger stark von linken Ideen beeinflußt, daher kennen wir uns damit einfach besser aus als mit konservativen Spielarten des Antiliberalismus, die sicher ebenso zu kritisieren wären. Insbesondere die klügeren linken Theorien (z.B. die Kritische Theorie) können am besten von jenen kritisiert werden, die sie selber jahrelang gepaukt haben. Immer-schon-Liberale sind uns natürlich erst recht willkommen, nicht nur, weil wir glauben, noch viel von ihnen lernen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2.) Daran anknüpfen würde unsere Beschäftigung mit Nationalsozialismus und Stalinismus. Es ist darauf zu bestehen, daß der Antifaschismus bei der Linken in schlechten Händen ist; ein wirklicher Antifaschismus muß liberal sein, da der NS eben nicht die höchste Ausformung der kapitalistischen westlichen Demokratie war, sondern deren radikale Negation. Und nur ein liberaler Antifaschismus verzichtet auf die Geringschätzung der Millionen Opfer des Gulag. Auf der Singularität von Auschwitz ist zu bestehen – wo die Rede von der Singularität jedoch dazu mißbraucht wird, den Stalinismus zu verharmlosen, sollte allerdings ein grundsätzlicher Antitotalitarismus in Stellung gebracht werden. Wie ein solcher durchzuhalten ist, ohne die Besonderheiten des NS zu nivellieren, bleibt auch in Zukunft eines unserer Gesprächsthemen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3.) Nach dem Ende von NS und Ostblock stand nicht einfach der Sieg der westlichen Demokratie auf der historischen Tagesordnung. Gefahr für die westlichen Gesellschaften geht heute vor allem vom militanten Islamismus aus. Mit diesem wäre leichter fertigzuwerden, hätte er nicht so viele Apologeten und Schönredner im Westen selbst. Unsere diesbezügliche Positionierung schließt ganz selbstverständlich die Solidarität mit Israel ein, so wie ja die Abwehr jeglichen Antisemitismus’ zu unserem Grundkonsens gehört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4.) Armut und wirtschaftliche Entwicklung: Auch wenn wir nicht viel wert darauf legen, revolutionär, radikal oder rebellisch zu sein, würde es uns doch großen Spaß machen, den Kapitalismus einmal als die größte und erfolgreichste Umwälzung elender Verhältnisse in der Geschichte unserer sonst so trägen Gattung darzustellen. Befinden wir uns nicht seit 250 Jahren in einer gigantischen, permanenten Weltrevolution? Eine Revolution, die wie nichts vorher immer mehr Menschen Freiheit, Gerechtigkeit und Wohlstand ermöglicht hat?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5.) Was macht eigentlich eine liberale Gesellschaft aus? Was ist wichtiger: allgemeines Wahlrecht oder rule of law, Demokratie oder constitution? Wie ist das Verhältnis von Liberalismus und Demokratie gedanklich zu fassen, da beide offenbar nicht identisch sind. Es gibt, wie Fareed Zakaria schreibt (Dank an J.L. für den Hinweis) „illiberale Demokratien“ (laut Zakaria sind sogar die meisten der in den letzten Jahren demokratisch gewordenen Länder Demokratien solchen Typs) ebenso wie „liberale Autokratien“ (Zakaria faßt darunter etwa die meisten westeuropäischen Gesellschaften vom späten 18. Jahrhundert bis zur Einführung des allgemeinen Wahlrechts).&lt;br /&gt;Es wurde Interesse bekundet, gemeinsam einige Klassiker des Liberalismus zu lesen. In der Auseinandersetzung mit liberalen Autoren könnte die Frage behandelt werden, ob und inwiefern Liberalismus mehr oder anderes ist als Anti-Antiliberalismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6.) Die vielleicht kontroverseste Frage: Wie eng ist der Zusammenhang von ökonomischem und politischem Liberalismus? Sind beide ein und dasselbe, oder handelt es sich um zwei verschiedene Dinge? Sind politischer und kultureller Liberalismus ohne Wirtschaftsliberalismus möglich? Zeitigt wirtschaftlicher Liberalismus nicht bisweilen auch negative Folgen, die im Namen der Freiheit allenfalls hinzunehmen, nicht aber auch noch gutzuheißen wären? Haben linke Arbeitskritiker mit ihrem Protest gegen die Lohnarbeit ganz und gar unrecht, oder übertreiben sie nur maßlos tatsächlich vorhandene Probleme: Bringt nicht auch die Lohnarbeit Unfreiheiten mit sich, die über die unhintergehbare Notwendigkeit der materiellen Reproduktion der Gesellschaft hinausgehen und die einen Freund der Freiheit zornig machen müßten? Wir können uns vorstellen, daß wir uns bei diesen Fragen die Köpfe ganz schön heiß reden werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111409281584341422?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111409281584341422/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/was-treiben-die-da-eigentlich-auf.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111409281584341422'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111409281584341422'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/was-treiben-die-da-eigentlich-auf.html' title='&quot;Was treiben die da eigentlich auf ihren klandestinen Zusammenkünften?&quot;'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111321182307359298</id><published>2005-04-11T11:28:00.000+02:00</published><updated>2005-04-11T11:30:23.073+02:00</updated><title type='text'>Sooo langweilig sind wir offenbar doch nicht</title><content type='html'>Meint zumindest &lt;a href="http://www.achgut.de/dadgd/view_article.php?aid=529&amp;ref=0"&gt;Michael Miersch&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111321182307359298?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111321182307359298/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/sooo-langweilig-sind-wir-offenbar-doch.html#comment-form' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111321182307359298'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111321182307359298'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/sooo-langweilig-sind-wir-offenbar-doch.html' title='Sooo langweilig sind wir offenbar doch nicht'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111298363209114873</id><published>2005-04-08T20:02:00.000+02:00</published><updated>2005-04-08T20:07:12.093+02:00</updated><title type='text'>Kunst kommt von Können. Wenn's von Wollen käme, hieße es Wulst.</title><content type='html'>A propos Wulst: Die Künstlerin Vanessa Beecroft stellt zur Zeit hundert nackte Frauen als "lebende Skulptur" in der Neuen Nationalgalerie/Berlin aus. &lt;a href="http://www.welt.de/data/2005/04/08/662474.html?search=mariam+lau&amp;searchHILI=1"&gt;Mariam Lau&lt;/a&gt; kommentiert dieses Projekt in angemessener Weise. Die Künstlerin im &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&amp;url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/08.04.2005/1746052.asp#art"&gt;Originalton&lt;/a&gt; ist auch sehr unterhaltsam.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111298363209114873?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111298363209114873/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/kunst-kommt-von-knnen-wenns-von-wollen.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111298363209114873'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111298363209114873'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/kunst-kommt-von-knnen-wenns-von-wollen.html' title='Kunst kommt von Können. Wenn&apos;s von Wollen käme, hieße es Wulst.'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111291177261926012</id><published>2005-04-07T23:59:00.000+02:00</published><updated>2005-04-08T14:45:24.386+02:00</updated><title type='text'>WIR TRAUERN UM SAUL BELLOW, DEN UNERMÜDLICHEN STREITER FÜR LIBERALITÄT, WESTLICHE WERTE UND GEISTIGE FREIHEIT</title><content type='html'>&lt;code&gt;Ein sehr würdiger Nachruf war im &lt;a href="http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/07.04.2005/1743950.asp"&gt;Tagesspiegel&lt;/a&gt; zu lesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/code&gt;P.S.: Leser M.R. macht auf folgendes aufmerksam: "Na so toll ist der Artikel nicht, da Bellow falsch zitiert wird und somit als Rassist erscheint. Meines Wissens heißt es: "When the Zulus have their Tolstoy we will read him"."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;M.R. hat recht, was das Zitat betrifft.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111291177261926012?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111291177261926012/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/wir-trauern-um-saul-bellow-den.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111291177261926012'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111291177261926012'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/wir-trauern-um-saul-bellow-den.html' title='WIR TRAUERN UM SAUL BELLOW, DEN UNERMÜDLICHEN STREITER FÜR LIBERALITÄT, WESTLICHE WERTE UND GEISTIGE FREIHEIT'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111263185920359383</id><published>2005-04-04T18:00:00.000+02:00</published><updated>2005-04-07T17:07:35.740+02:00</updated><title type='text'>Rassismus gegen Weiße</title><content type='html'>Die &lt;a href="http://www.nzz.ch/2005/03/31/fe/articleCP668.html"&gt;Neue Zürcher Zeitung&lt;/a&gt; und das &lt;a href="http://www.tagblatt.ch/index.jsp?artikel_id=1025627&amp;amp;ressort=salzkorn"&gt;St. Galler Tagblatt&lt;/a&gt; berichten über die rassistischen Übergriffe schwarzer auf weiße Schüler während zweier Schülerdemonstrationen in Paris am 15. Februar und am 8. März. Die jüdischen Organisationen Radio Shalom und Hachomer Hatzaïr veröffentlichten einen &lt;a href="http://www.hachomer.net/appel.php"&gt;Appell&lt;/a&gt; gegen das wohlmeinende "antirassistische" Totschweigen derartiger Übergriffe. Der Appell wurde unter anderem von &lt;a href="http://permanent.nouvelobs.com/societe/20050325.OBS2251.html"&gt;Alain Finkielkraut&lt;/a&gt;, Elie Chouraqui, Chahdortt Djavann, Jacques Julliard, Bernard Kouchner und Pierre-André Taguieff unterschrieben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111263185920359383?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111263185920359383/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/rassismus-gegen-weie.html#comment-form' title='12 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111263185920359383'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111263185920359383'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/rassismus-gegen-weie.html' title='Rassismus gegen Weiße'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>12</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111239751806808847</id><published>2005-04-02T00:52:00.000+02:00</published><updated>2005-04-02T15:27:12.360+02:00</updated><title type='text'>Antideutscher Sadismus?</title><content type='html'>Wir schätzen ja sonst die Genfer Konvention, aber soviel Spaß muß sein:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Kult um einen Kriegsverbrecher: Triberg feiert Hemingway&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das schmucke Schwarzwaldstädtchen hat seinen Gästen viel zu bieten: Deutschlands höchstgelegene Wasserfälle, die originellsten Kuckucksuhren, die köstlichsten Kirschtorten, die dicksten Forellen. Der heilklimatische Kurort könnte zufrieden sein mit dem, was ihm Natur und Bürgerfleiß bescheren. Doch das ist den Tourismus-Strategen nicht "international" genug ...&lt;br /&gt;Vor drei Jahren erinnerte man sich eines berühmten Gastes, der 1922 ein paar Tage lang in Triberg logierte: Ernest Hemingway. Am 21. Juli 1999 wäre der amerikanische Schriftsteller und Publizist 100 Jahre alt geworden. Der "Lions Club" enthüllte eine Gedenktafel, Stadt, Volkshochschule, Hoteliers und andere Sponsoren veranstalteten eine "Hemingway Woche", aus der in den Folgejahren "Hemingway Days" geworden sind. Den Prospekt der Schwarzwald-Gratulanten ziert das Plakatmotiv des gleichzeitig in Key West/Florida stattfindenden "Hemingway Festivals". Darunter prangt in Großbuchstaben: "Hemingway&amp;amp;Company". Welche Gesellschaft gemeint ist, erfahren wir nicht. Dafür versprechen uns die Triberger Reklamefritzen Hemingway-Filme im örtlichen Kino, eine Matinee über Hemingway, ein amerikanisches Mitternachtsbuffet mit "Papadobles", dem Lieblings-Drink des Jubilars.&lt;br /&gt;Das feine Parkhotel Wehrle lockt mit der Verheißung: "Forellen angeln, wohnen und essen wie Hemingway". Wer sich den Spaß nicht leisten kann, bekommt beim Straßenfest "Hot Dogs" und "Hamburger". Bei einem Schreibwettbewerb unter dem Motto "Amerikaner in Deutschland" werden Hemingway-Preise verliehen.&lt;br /&gt;Das alles wäre kaum der Rede wert - wie so mancher posthume Rummel, den imagefördernde Fremdenverkehrs-Manager mit ihren prominenten Gästen treiben - wenn es da nicht Hemingways Zeitungsberichte und Briefe gäbe. Das "Badische Tagblatt" wunderte sich schon anläßlich der ersten "Hemingway-Woche" : "Trotz seiner wenig schmeichelhaften Äußerungen feiert Triberg den großen amerikanischen Schriftsteller mit einer Festwoche."&lt;br /&gt;Unter der Schlagzeile: "Hemingway und die kamelgesichtige Wirtin" berichtet das "Badische Tagblatt": "1922 weilte er für kurze Zeit in der Stadt und erinnerte sich daran nur mit Spott und Hohn."&lt;br /&gt;Das Badische Tagblatt am 22.7.1999:"Im August des Jahres 1922 war der Autor des Romans "Der alte Mann und das Meer" für einige Tage zum Forellenangeln in die Schwarzwaldstadt gekommen. Er lebte damals als Korrespondent einer amerikanischen Zeitung in Paris. "We wollen to gefischen goen", hatte er im Rathaus vorgesprochen und über die Bürokratie in einem Bericht für den "Toronto Star" geschrieben:&lt;br /&gt;"Wenn man im Schwarzwald angeln gehen will, sollte man vier Stunden früher aufstehen, ehe der erste Schwarzwaldhahn sich zum Krähen entschließt. Soviel Zeit braucht man nämlich mindestens, um vor Einbruch der Dunkelheit das Labyrinth der gesetzlichen Vorschriften zu durchdringen und an den Bach zu kommen." (...) Was ihm bei einer Rast in einem Oberprechtaler Gasthaus auffiel, schilderte der trinkfeste Schriftsteller in einem weiteren Bericht so:&lt;br /&gt;"Es gab hier eine ordentliche Mahlzeit, vom Wirt selbst aufgetragen, der unerschütterlich wie ein Ochse aussah. Seine Frau hatte ein Kamelgesicht und genau die unverwechselbare Kopfbewegung und den Ausdruck äußerster Stupidität, die man nur bei Trampeltieren und süddeutschen Bauersfrauen beobachten kann."&lt;br /&gt;In den "Selected Letters" (Ausgewählte Briefe von 1917 bis 1961 / Rowohlt) schildert er seinem Freund Charles Scribner, wie er beim Einmarsch in Paris "einen SS-Kraut" gekillt habe. Der entwaffnete Soldat versuchte dem Tode zu entkommen, indem er auf die Genfer Konvention hinwies.&lt;br /&gt;"Du irrst Dich Bruder, sagte ich zu ihm und schoß ihm dreimal schnell in den Bauch, und dann, als er in die Knie ging, schoß ich ihm in den Schädel, so daß ihm das Gehirn aus dem Mund kam, oder aus der Nase, glaube ich".&lt;br /&gt;"Der nächste SS-Mann, den ich verhörte, redete wie ein Wasserfall. Klar und mit intelligenter militärischer Darstellung der Lage. Er nannte mich Herr Hauptmann, entschied dann, das wäre wohl nicht genug, und nannte mich Herr Oberst (ich trug keine Abzeichen). Ich hätte ihn noch bis zum General hochtreiben können. Aber wir hatten keine Zeit. Von da an konnten wir sie regelrecht jagen, weil wir genau wußten, was ihre hingemalten Kreidezeichen bedeuteten (...). Werde jetzt versuchen, wieder ein Christ zu sein.In Christus, Dein Ernest".&lt;br /&gt;In einem anderen Brief schildert er, wie er einem einzelnen deutschen Soldaten, "ein Junge etwa so alt wie mein Sohn Patrick zu der Zeit", der auf einem Fahrrad flüchtete, "durch das Rückgrat geschossen habe".&lt;br /&gt;Die "Süddeutsche Zeitung" veröffentlichte am 4. 2. 2000 einen Brief des Starnberger Friedensforschers Dr. Alfred Mechtersheimer zu einer Hemingway-Ausstellung in Pöcking. Darin verwies er auf Hemingways "Ausgewählte Briefe" und zog das traurige Fazit:&lt;br /&gt;"Auf der Seite der Verlierer des Zweiten Weltkriegs hätte er für diese Geständnisse vor einem Kriegsgericht mit der Todesstrafe rechnen müssen. Aber Verbrechen des Siegers sind nun mal Heldentaten. Darin unterscheiden sich Demokratien nicht von Diktaturen."&lt;br /&gt;Jeder müsse selbst entscheiden, ob er diese "schmerzenden Fakten negiert, um sich sein Bild vom großen Dichter und Nobelpreisträger nicht trüben zu lassen. Wäre Hemingway ein deutscher Dichter, gäbe es keine Wanderausstellung und die Pöckinger Bücherei würde keinen Mörder würdigen."&lt;br /&gt;Naiv und würdelos: Die Deutschen ehren jene, die sie verachten und sonnen sich im Glanz der Sieger.&lt;br /&gt;Freunde der überparteilichen "Deutschland-Bewegung" versammelten sich deshalb am 13. Juli in Triberg und verteilten Flugblätter mit dem Titel: "Triberg feiert einen Mörder!" In ihrer Protestschrift fragten sie u.a. : "Hemingways Werke sind Pflichtlektüre an deutschen Schulen. Wann kommen auch seine "Ausgewählten Briefe" auf den Stundenplan? Wann wird man endlich über die Verbrechen der "Befreier" reden? Wann ist Schluß mit dem selektiven Erinnern und der doppelten Geschichtsmoral?"&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir unsere Bedenken mit einigen Gläsern Hemingway hinuntergespült haben, kehrt allmählich wieder Frieden in unseren kriegsverbrecherischen und frauenverachtenden Herzen ein.&lt;br /&gt;Der Deutschland-Bewegung wünschen wir, daß ihnen bald die Glocke schlägt.&lt;br /&gt;NO PASARAN!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111239751806808847?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111239751806808847/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/antideutscher-sadismus.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111239751806808847'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111239751806808847'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/04/antideutscher-sadismus.html' title='Antideutscher Sadismus?'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111230868971716320</id><published>2005-04-01T00:25:00.000+02:00</published><updated>2005-04-01T00:38:09.716+02:00</updated><title type='text'>Die intellektuelle und moralische Verarmung des Feminismus</title><content type='html'>Die kluge &lt;code&gt;&lt;a href="http://bettinaroehl.blogs.com/"&gt;Bettina Röhl&lt;/a&gt;&lt;/code&gt; rechnet mit &lt;code&gt;&lt;a href="http://www.cicero.de/97.php?ress_id=7&amp;amp;item=549"&gt;den Sex-Mythen des Feminismus&lt;/a&gt;&lt;/code&gt; ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zitate:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Was treibt eigentlich die Profi-Feministen um? Was hält sie – oft ein Leben lang – im Geschlechterkampf gefangen? Wer sind diese gewerbsmäßigen Sex- und Feminismusexperten? Wäre nicht zu erwarten, dass sie zunächst einmal sich selber zu erkennen geben und ihre Motive und ihre eigene Sex-Geschichte auf den Tisch legen und dies nicht nur in befangener Eigenanalyse, die auf Veröffentlichungsfähigkeit getrimmt ist? Wer derart massiv in das wohl wichtigste Thema der Menschheit und bei jedem einzelnen Individuum ins Eingemachte eingreift, müsste sich doch wohl permanenter, öffentlicher Supervision unterziehen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wir haben gelernt und hören es jeden Tag: Wir Frauen sind die besseren Menschen, unser Leben ist wertvoller, wir sind die clevereren Managerinnen, das lebenstüchtigere Geschlecht und die emotional Stärkeren. Dass Frauen heute statistisch sieben Jahre länger leben als Männer, ficht uns nicht an. Frauen haben, so die Biologisten des Feminismus, eben einfach die besseren Chromosomen. Oder gibt es etwa männerspezifische Nachteile in dieser Gesellschaft?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Da, wo der Feminismus gekippt ist und einzelne Frauen den Feminismus nur noch für ihre persönliche Karriere missbrauchen – und dies nicht nur gegen Männer, sondern auch unter Aufgabe jener Frauensolidarität, die den Feminismus einst ausmachte –, ist der Feminismus heute nicht nur intellektuell, sondern auch moralisch verarmt. Fehlt dem Feminismus ein Spielgefährte, ein dialektischer Widerpart?"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111230868971716320?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111230868971716320/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/die-intellektuelle-und-moralische.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111230868971716320'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111230868971716320'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/die-intellektuelle-und-moralische.html' title='Die intellektuelle und moralische Verarmung des Feminismus'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111171114070785434</id><published>2005-03-25T01:38:00.000+01:00</published><updated>2005-03-25T01:41:57.053+01:00</updated><title type='text'>Es gibt Reis, Baby!</title><content type='html'>&lt;code&gt;Auf unser Lob der besonders Vitamin-A-haltigen Reissorten, die zahlreiche Menschen vor dem Erblinden bewahren können, wurde uns entgegengehalten, daß dies den Armen in der Dritten Welt ja gar nichts nützen würde, da sie diesen Reis ja schließlich nicht geschenkt bekämen. Bekommen Sie aber doch, wie man &lt;a href="http://www.maxeiner-miersch.de/standp2002-reis.htm"&gt;hier&lt;/a&gt; nachlesen kann.&lt;br /&gt;&lt;/code&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111171114070785434?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111171114070785434/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/es-gibt-reis-baby.html#comment-form' title='11 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111171114070785434'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111171114070785434'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/es-gibt-reis-baby.html' title='Es gibt Reis, Baby!'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>11</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111170922187805910</id><published>2005-03-25T00:59:00.000+01:00</published><updated>2005-03-25T01:07:01.880+01:00</updated><title type='text'>Dem Magnus seine Klaue</title><content type='html'>&lt;b&gt;Schöner als die Kollegen von der Titanic in ihrer neuesten Ausgabe hätten auch wir es nicht ausdrücken können:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Magnus Klaue ("konkret")!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt; Sie sind so was wie Gremlizas Frauenbeauftragter (und also so eine Art Gegen-Matussek) und glauben, daß Väter, die wissen wollen, ob ein Kind auch wirklich von ihnen ist, Nazis sind: "Ein Haus bauen, einen Baum pflanzen, einen Sohn zeugen - seit die gesellschaftlichen Bedingungen es dem deutschen Mann schwermachen, die Voraussetzungen gelebter Virilität zu erfüllen, fühlt er sich als Outcast in einer weibischen Welt. Hinter dem Traumbild von väterlicher Fürsorge, mit dem der Durch-schnittspapa für seine Sache wirbt, stecken Machtphantasien. Haus und Baum erinnern an das Territorialrecht des Kolonialherren, und der Sohn ist dem Mann, was er dem psychoanalytischen Gerücht zufolge den Frauen ist: Phallusersatz, Zeugnis und Objekt imaginärer Potenz" - aber ja. Nur ist es nach unserer bescheidenen Erfahrung so, daß Häuser nicht nur sehr gerne von Frauen bewohnt, sondern mitunter sogar von ihnen in Auftrag gegeben werden; daß es mehr weibliche Baumfreunde gibt als männliche (die via PS-Wahn die Bäume eher kaputtmachen); und daß Frauen Söhne auch ziemlich gut finden, sich hin und wieder sogar welche wünschen! Und überhaupt auf gelebte Virilität voll abfahren und reinfallen!&lt;br /&gt; Einfach wieder runterkommen.&lt;br /&gt;       &lt;div align="right"&gt;Ihre Männer von der Titanic"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Gremlizas Frauenbeauftragter", das wird er nimmer los.  Naja, wir Gesellschaftsfreunde bleiben eh weitehin kinderlos, aber was sollen wir machen, wir kriegen ja keine ab. *seufz*&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111170922187805910?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111170922187805910/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/dem-magnus-seine-klaue.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111170922187805910'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111170922187805910'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/dem-magnus-seine-klaue.html' title='Dem Magnus seine Klaue'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111170820746589413</id><published>2005-03-25T00:47:00.000+01:00</published><updated>2005-03-25T01:16:08.903+01:00</updated><title type='text'>Antihumanistisches Denken</title><content type='html'>Ob da wohl jemand ein wenig bei Tjark Kunstreich abgespickt hat? Sei's drum, der Artikel von Jörg Lau über &lt;a href="http://www.online-merkur.de/seiten/lp200503b.php"&gt;den Meisterdenker und den Ajatollah&lt;/a&gt; ist gleichwohl sehr lesenswert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111170820746589413?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111170820746589413/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/antihumanistisches-denken.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111170820746589413'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111170820746589413'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/antihumanistisches-denken.html' title='Antihumanistisches Denken'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111168071942106619</id><published>2005-03-24T17:10:00.000+01:00</published><updated>2005-03-24T17:11:59.423+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Ein Franzose, ein Engländer und ein Deutscher wurden mit einer Studie über das Kamel beauftragt.&lt;br /&gt;Der Franzose ging in den Jardin des Plantes, hielt sich dort eine halbe Stunde auf, befragte den Aufseher, warf dem Kamel etwas Brot hinüber und stieß es ein paarmal mit der Spitze seines Regenschirmes. Wieder zu Hause, schrieb er für seine Zeitung eine Fortsetzungsreihe voller geistreicher und witziger Einsichten. &lt;br /&gt;Der Engländer, mit Teekanne und bequem zum Zelten ausgerüstet, schlug sein Lager in einem orientalischen Land auf. Er weilte dort zwei oder drei Jahre und kehrte dann mit einem Band voller Fakten zurück, die zwar jeder Ordnung entbehrten und zu keiner Lehre führten, dafür aber von echtem dokumentarischen Wert waren. &lt;br /&gt;Der Deutsche schließlich, der den Franzosen um seiner Frivolität willen und den Engländer wegen des Fehlens einer allgemeinen Idee verachtete, schloß sich in sein Studierzimmer ein und verfaßte dort ein mehrbändiges Werk mit dem Titel: „Die Idee des Kamels, entwickelt aus dem Begriff des Selbst.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Le Pélerin“, 1.September 1929, S. 13&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(zit. nach: Luc Ferry, Alain Renault: Antihumanistisches Denken)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111168071942106619?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111168071942106619/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/ein-franzose-ein-englnder-und-ein.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111168071942106619'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111168071942106619'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/ein-franzose-ein-englnder-und-ein.html' title=''/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111159365599300288</id><published>2005-03-23T17:00:00.000+01:00</published><updated>2005-05-11T14:11:25.743+02:00</updated><title type='text'>An unsere unlieben Nichtgenossen</title><content type='html'>Es ist schon lustig. Da eröffnet man ein liberales Blog, und schon kommen die Linken einem hinterhergewieselt, weil sie einen offenbar nicht gehen lassen können. Danke Leute, über soviel Anhänglichkeit sind wir echt gerührt. Doch wir müssen Euch leider enttäuschen: Es ist vorbei. Das wird nichts mehr. Aber Ihr kommt schon drüber weg. Ihr findet bestimmt jemand Neues. In hundert Jahren ist alles wieder gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen schweren Brocken haben wir allerdings noch für Euch: Das mit dem Kommunismus wird nichts, der steht einfach nicht auf der historischen Tagesordnung. Es gibt einfach keine kommunistische Perspektive für die heutigen Menschheitsprobleme, und im Grunde wißt Ihr das auch ganz genau, deshalb reagiert Ihr auch so gereizt, wenn einer es ausspricht. Der Überbringer einer schlechten Nachricht ist aber in der Regel nicht Schuld an dieser. Wir geben es ja zu, auch uns wäre es lieb, und es würde unser Gewissen sehr erleichtern, wenn jedes Elend, jede Ungerechtigkeit sich mit einem Handstreich beseitigen ließe. Und welcher Kick für das Selbstbewußtsein, einer Elite anzugehören, ist es doch, über die Patentlösung für alles und jedes zu verfügen und bloß perfiderweise nicht rangelassen zu werden (so daß man sich vor der Geschichte auch nicht blamieren kann). Doch wir gestehen ein, daß wir nicht in dem Bewußtsein leben, über das Wissen zur Lösung aller Menschheitsprobleme zu verfügen, und wir glauben auch nicht, daß ein solches Wissen, sollte es denn jemand irgendwann erlangen, automatisch zur Beendigung dieser Übel führt. Und selbst wenn: bis dahin muß eben gewurschtelt werden. Wenn durch Genmanipulation entwickelte besonders vitaminreiche Reissorten dafür sorgen, daß weniger Inder aufgrund von Vitaminmangel erblinden müssen, freuen wir uns darüber und rümpfen nicht die Nase über derlei naiven Reformismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir räumen auch ein, daß wir nicht im Besitz der letztgültigen Antisemitismustheorie sind, und sind auch skeptisch, ob eine solche Theorie imstande wäre, ein einziges Pogrom zu verhindern. Daher sind wir froh, daß es mit Israel einen staatlichen Zufluchtsort für alle vom Antisemitismus Bedrohten gibt, und begrüßen es, daß dieser Staat sich bemüht, seine Bewohner so gut er kann mit Waffengewalt zu schützen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eure Argumentation erinnert uns bisweilen an die Vermengung ontologischer und ethischer Fragestellungen durch gewisse katholische Moraltheologen, die sinngemäß folgern: „Wenn es keinen Gott gäbe, dann gäbe es auch keine Erlösung, dann wäre das Dasein kontingent und die Moral hätte keine metaphysische Verankerung mehr. Das darf nicht sein. Ergo gibt es Gott. Und Atheisten, die keine Letztbegründung und keine Kontingenzbewältigung im Angebot haben, sind dumm und/oder böse, jedenfalls Feinde der Menschheit.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist auch interessant, daß radikale Linke sich auf einmal als die wahren und einzigen Anwälte der Armen aufspielen, obwohl sie sich in den letzten zehn, fünfzehn Jahren mit dem Thema Hunger und wirtschaftliche Entwicklung kaum je beschäftigt haben, wie eine Sichtung der entsprechenden Jahrgänge von Konkret und Jungle World zeigt. Auch auf x-berg.de oder Indymedia findet sich dazu nichts, da hat jeder seine Lieblingsbaustelle: Antipat, Castor, Bambule bei den Doofen, Dekonstruktion, Aufklärungskritik, Fußfetischismus in Kuwait bei den Belesenen. Wenn man am Kapitalismus auszusetzen hat, daß man acht Stunden am Tag arbeiten muß, ist das ja legitim, man möge aber doch bitte nicht so tun, als würde man damit zugleich die Interessen eines afrikanischen Nomaden oder eines indischen Kleinbauern vertreten. Vielleicht nehmen die Herrschaften einfach mal zur Kenntnis, daß überall dort, wo es in den vergangenen Jahren wirtschaftliche Liberalisierung gegeben hat, die Armut tatsächlich zurückgegangen ist. Aber dazu müßten sie ja langweiliges und anstrengendes positivistisches Faktenstudium betreiben, anstatt wahre Aussagen über die Struktur kapitaler Vergesellschaftung a priori zu deduzieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Ingo Way&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111159365599300288?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111159365599300288/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/unsere-unlieben-nichtgenossen.html#comment-form' title='10 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111159365599300288'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111159365599300288'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/unsere-unlieben-nichtgenossen.html' title='An unsere unlieben Nichtgenossen'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>10</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111150406024823734</id><published>2005-03-22T15:58:00.000+01:00</published><updated>2005-03-22T16:08:34.503+01:00</updated><title type='text'>Menno!</title><content type='html'>Wir müssen uns jetzt mal darüber beschweren, daß immer nur ein bestimmtes Mitglied unserer Gruppe für unseren Text, der ein Gemeinschaftsprodukt ist, abgewatscht wird. Die Co-Autoren fühlen sich in ihrer Ehre gekränkt, denn ein paar der schönsten Formulierungen stammen von ihnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andere, die ein paar Jahre älter sind als wir, haben freilich schon &lt;a href="http://www.maxeiner-miersch.de/miersch_rechts_oder.htm"&gt;ähnliches&lt;/a&gt; geschrieben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111150406024823734?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111150406024823734/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/menno.html#comment-form' title='13 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111150406024823734'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111150406024823734'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/menno.html' title='Menno!'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>13</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111143993126018588</id><published>2005-03-21T22:17:00.000+01:00</published><updated>2005-05-11T14:12:24.153+02:00</updated><title type='text'>Mißverständnisse</title><content type='html'>Wir möchten einige Mißverständnisse ausräumen, die bezüglich unseres Textes „Einladung zu einem ersten Treffen ...“ entstanden sind. Erstens: Es handelt sich dabei keineswegs um ein Fake und auch nicht um eine Provokation. Es bietet einigen Aufschluß über den paranoiden Geisteszustand eines Durchschnittslinken, daß er sich eine Infragestellung seines Weltbildes nur als Provokation vorstellen kann, in die Welt gesetzt, um ihn – ihn ganz persönlich – und seine linke family zu ärgern. Nein, der Zweck unseres Textes war viel simpler und durchaus eigennützig: Wir wollten uns mit anderen denkenden Menschen zu einem lockeren Diskussionszusammenhang vernetzen. Dieses Ziel wurde erreicht – etliche Leute, denen unser Text gefallen hat, haben sich bei uns gemeldet, und mit denen werden wir uns bald zusammensetzen –, und somit hat unser Aufruf seinen Zweck erfüllt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiteres Mißverständnis war, daß wir Wert darauf legen könnten, ausgerechnet mit jenen, die in diesem und in weiteren Online-Diskussionsforen mit Schmutz auf uns werfen, in eine Diskussion zu treten. Wo denn nun unsere Argumente blieben, wird geblafft. Nun, abgesehen davon, daß wir mit jemandem, der uns von der Seite anbellt und dessen Auseinandersetzung mit politischen Gegnern darin besteht, ihnen persönliches Leid an den Hals zu wünschen, kein Gespräch anfangen; abgesehen auch davon, daß es uns schwerfällt, Leute ernstzunehmen, die sich als „Anarcha-Kommunistin“ bezeichnen oder den militanten politischen Islam für eine Erfindung von Spiegel, Focus, Konkret und Jungle World halten; abgesehen davon, daß eine Debatte mit Anhängern jener Psychosekte, die die Zeitschrift „Gegenstandpunkt“ herausgibt, in etwa so fruchtbar ist wie eine Diskussion mit Zeugen Jehovas; abgesehen davon, daß es Leute gibt über die wir reden, aber nicht mit ihnen, da wir sie schlicht nicht für satisfaktionsfähig halten; – abgesehen davon, ist uns in all den Beiträgen, die sich gegen unseren Text richten, noch kein einziges Argument begegnet, so daß es auch nichts gibt, worauf wir wiederum mit Gegenargumenten reagieren könnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Uns wird entgegengehalten, wir würden Demokratie, Rechtsstaat und Marktwirtschaft affirmieren. Ja richtig, das tun wir, das wußten wir aber bereits, wo ist bitte die Kritik? Unsere Anmerkungen zum Feminismus seien antifeministisch und damit verwerflich. Nun, antifeministisch sind sie sicher, aber was an ihnen sachlich und inhaltlich falsch ist, wird nicht gesagt. Das scheint sich von selbst zu verstehen. Wer behauptet, es gäbe Männerfeindlichkeit, könne ja wohl nur ein sexuell frustrierter Hagestolz sein. Früher wurde eine solche Unterstellung („wohl keinen abgekriegt“) Feministinnen entgegengehalten, statt sich inhaltlich mit ihnen auseinanderzusetzen. Wenn sie sich gegen Männer richtet, scheint diese Unterstellung völlig p.c. zu sein. Q.e.d.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unseren Ausführungen zu Hunger und Armut wird in einem linken Forum das unkommentierte Foto eines hungernden Kindes entgegengehalten, so als würden wir abstreiten, daß es Hunger gibt, und als würde ein solches Foto die Erklärung, warum es Hunger gibt, schon beinhalten. In welchem Land wurde dieses Bild aufgenommen? Die „Dritte Welt“ oder, wie es in Linkssprech heißt, der „Trikont“ besteht ja, man sollte es gar nicht glauben, aus sehr vielen verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Regierungsformen, unterschiedlicher Bevölkerungsstruktur, unterschiedlichem Standard technischer Entwicklung, unterschiedlicher Tradition, unterschiedlichem Lebensstandard, unterschiedlicher Verflechtung mit dem Weltmarkt usw. Die Gleichgültigkeit der Linken gegenüber den Adressaten ihrer angeblichen Solidarität wird deutlich in der unkommentierten und dekontextualisierten Präsentation eines solchen Fotos. Wann wurde es überhaupt aufgenommen, in welcher konkreten Situation? Herrschte dort vielleicht gerade Krieg? Ist dieses Kind möglicherweise ein sudanesisches, dessen Eltern von arabischen Reitermilizen hingemetzelt wurden? Was, wenn diesem Kind mit der Öffnung des Landes, in dem es lebt, für den Weltmarkt oder mit der Absetzung einer Regierung, die die Nahrungsmittelhilfe aus dem Westen für schicke Repräsentationsbauten verjuxt, geholfen wäre? Vielleicht sogar eher als mit der stereotypen Feststellung „Der Kapitalismus ist dran schuld, und der Kommunismus wäre die Lösung“? Merkt niemand, was für ein bequemes Mittel es ist, sich den unangenehmen Gegenstand des Welthungers vom Leib zu halten, indem man einfach das Zauberwort „Kommunismus“ ausspricht, um sich damit auf der moralisch sicheren Seite zu fühlen und sich auf den Gegenstand gar nicht erst einzulassen, während man gleichzeitig denjenigen, die über die komplexen Ursachen des Hungers gerne genaueres wissen und über die Möglichkeiten, ihn abzuschaffen, gerne noch diskutieren würden, Zynismus unterstellt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von den Argumenten ad hominem sei nur noch jenes der Karrieregeilheit herausgegriffen. Hinter einer geänderten politischen Überzeugung können nur schnöde materielle Interessen stehen, und die sind allemal pfui. Wir würden uns von unserer linken Vergangenheit allein deshalb verabschieden, weil wir endlich so richtig Kohle machen (schön wär’s) und einen dicken Mercedes fahren wollten, so wie unsere Väter (die darüber herzlich lachen). Was soll man sagen – Karrierestreben gilt in Deutschland nach wie vor als verwerflich, für Deutschlands Linke ganz besonders. Aber ob jemand, dem es darum zu tun ist, sich eine steile Karriere aufzubauen, nicht doch eher ganz andere Dinge macht, als solche Texte zu verfassen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Ingo Way&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111143993126018588?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111143993126018588/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/miverstndnisse.html#comment-form' title='10 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111143993126018588'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111143993126018588'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/miverstndnisse.html' title='Mißverständnisse'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>10</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-11493268.post-111099890133280305</id><published>2005-03-16T19:41:00.002+01:00</published><updated>2010-01-04T13:59:50.292+01:00</updated><title type='text'>Einladung zu einem ersten Treffen der Freunde der offenen Gesellschaft</title><content type='html'>Wir möchten hiermit alle Interessierten zu einem ersten unverbindlichen Zusammensitzen der Freunde der offenen Gesellschaft einladen. Was haben Sie sich darunter vorzustellen?&lt;br /&gt;Wir sind eine bisher kleine Gruppe Liberaler, die sich seit dem 11. September 2001 Schritt für Schritt von linken Gewißheiten verabschiedet haben – und gemeinsam mit den sogenannten Antideutschen eine immer größer werdende (und schließlich unüberbrückbare) intellektuelle und emotionale Distanz zu all den vielen linken Strömungen aufgebaut haben, mit denen wir als Jugendliche sympathisiert hatten.&lt;br /&gt;Wir sind die Lügen und intellektuellen Zumutungen der Linken leid: ihr Ressentiment gegen die moderne Gesellschaft und die individuelle Freiheit, ihr ständiges Wiederholen unbewiesener Tatsachenbehauptungen, ihre sozialpädagogisch anmutende Apologie des islamischen Terrors, ihr männerfeindlicher Antisexismus, ihr Bestreben, jedem Einzelnen Verhaltensvorschriften bis weit in die Intimsphäre hinein zu machen, ihre geistige Erstarrung in Floskeln und Jargon, ihre Moralisierung jedweder Diskussion, ihre rhetorischen Tricks, mit denen sie empirische Fragen in Gesinnungs- und Gesittungsfragen verwandeln und als Wahrheitskriterium nur gelten lassen, ob etwas „links“ ist, ihre bornierte Wissenschaftsfeindlichkeit, ihre rigide Ablehnung naturwissenschaftlicher und anthropologischer Erklärungsansätze für Gesellschaft und menschliches Verhalten und, bei den ganz Avancierten, ihre romantische Arbeitskritik – die Arbeit wollen sie abschaffen, aber natürlich weiterhin wie bisher konsumieren; fragt man sie, wie eine Industriegesellschaft nach der Abschaffung der Arbeit funktionieren soll, ist man schon Realpolitiker und kein Kritiker mehr, also nicht mehr links. Außerdem verstößt man mit einer solchen Frage gegen das „Bilderverbot“ – eine aus der Kritischen Theorie übernommene Denkfigur, die meist benutzt wird, um jeder Frage nach der Beschaffenheit jener Alternative zum Bestehenden auszuweichen. Kommunismus soll etwas anderes, und zwar etwas vollständig und unvorstellbar anderes als der Ostblocksozialismus sein; aber was genau, darf aufgrund des Bilderverbotes nicht gesagt werden. Konkrete Schritte dorthin sind zu unterlassen, weil Realpolitik. Was dieser Kommunismus sei, darf nur per Negation ausgesagt werden. Abgeschafft sein sollen die Arbeit, das Wertverhältnis, jegliche Depressionen und, je nach Geschmack, das bürgerliche Subjekt, die Klassen oder die heterosexistische Matrix.&lt;br /&gt;Gleichzeitig wurde am realexistierenden Ostblocksozialismus lediglich kritisiert, daß er „den bürgerlichen Kategorien“ verhaftet geblieben und infolgedessen nicht kommunistisch genug gewesen sei. So konnten sämtliche Verbrechen der realsozialistischen Staaten bequem dem Verrat an der reinen Lehre zugerechnet und obendrein noch dem Kapitalismus aufs Konto gebucht werden. Der Gulag-Terror sei kapitalistische Modernisierung im Schnelldurchlauf gewesen, der Sowjetunion sei der Rüstungswettlauf von den Kalten Kriegern des Westens lediglich aufgezwungen worden usw. Und Stalin sei immerhin Antifaschist gewesen.&lt;br /&gt;Wir mußten feststellen, daß dergestalt jegliche Kapitalismuskritik in Wirklichkeit eine Modernekritik war und früher oder später, trotz der subjektiv andersartigen Intentionen ihrer Träger, in Antiamerikanismus und Antisemitismus münden würde. Lang ist es her, daß wir dachten, die Linke habe den Antisemitismus einfach nur etwas vernachlässigt. Als wir einst begannen, uns (pflichtbewußt) für „die Struktur und Funktion des Antisemitismus“ zu interessieren, ahnten wir noch nicht, daß es um weit mehr gehen sollte als um eine einfache Ergänzung des Sündenregisters des Kapitals am Ende unserer Flugblätter. Triple Oppression (Rassismus, Sexismus, Ausbeutung) Plus hatten wir uns vorgestellt. Nach den Reden zu Umweltverschmutzung, Drittweltarmut und Militarismus ein paar Worte zur Judenfeindschaft – und wir wären wieder geborgen im linken Mutterschoß.&lt;br /&gt;Gottseidank kam es anders. In der Auseinandersetzung mit dem, „was deutsch ist“ (Joachim Bruhn), also den Umständen, die den Holocaust möglich gemacht haben, schärften wir die Waffen der Kritik – und siehe da: niemand unter unseren alten Genossen durfte verschont werden. Die Linken gleich welcher Couleur hatten den Antisemitismus letztlich niemals verstehen können, weil dieser sich nicht gegen die Schwachen, sondern, wie jede linke Bewegung, mit Abscheu gegen die vermeintlich Starken, „gegen die Herrschenden“, richtet. Der Jude des Antisemiten steht für die Zerstörung der Gemeinschaftsmoral alter Kulturen durch das Geld und die Macht, durch den Luxus und die Begierde. Der Antisemitismus richtet sich nicht wie der Rassismus gegen (vermeintlich) weniger entwickelte Kulturen, sondern gegen die hoch entwickelte, vermeintlich nach Weltherrschaft strebende „jüdische“ Kultur des imperialistischen Liberalismus. Und er ist kein Haß auf die verlumpten unteren Schichten, sondern auf die Spekulanten und Wucherer, die Börsenhaie und die Oberen Zehntausend. Die dunkle Bedrohung kommt weder aus dem afrikanischen Urwald noch aus den verdreckten Proletarierspelunken, sondern aus den glitzernden Schluchten der großen Hure Manhattan. Antisemitismus entspringt eher einer Art Minderwertigkeitskomplex als einem elitären Überlegenheitsgefühl. Der Jude ist in den Augen des Antisemiten nicht dumm und zurückgeblieben, sondern raffiniert, gewitzt und arrogant.&lt;br /&gt;Wer auch immer in Zukunft in unser Fadenkreuz geriet: Antiimperialisten, Feministinnen, Globalisierungsgegner oder Pazifisten – wir lernten sie als die Köpfe einer gigantischen Hydra zu begreifen: der Hydra des Antiliberalismus. Und jedesmal wenn wir diesem Monstrum einen dieser häßlichen Köpfe abgeschlagen hatten, oh Graus: da erhoben sich zwei Neue.&lt;br /&gt;Streit und Konflikt verändern den Menschen. Und manchmal lernt er sogar dazu. Uns jedenfalls zwang diese Linke zu der Erkenntnis, daß man in der Kritik am Antiliberalismus nun einmal schlecht umhin kommt, die doch eigentlich verhaßte bürgerliche Zivilisation (bis dahin hatten wir von der Totalität der warenproduzierenden Gesellschaft, oder schlicht dem „falschen Ganzen“ gefaselt) zu verteidigen. Zumindest ihre Potentiale. Zumindest ihre Verheißungen. Zumindest irgendwie. Und so lernten wir nach und nach, den Westen zu lieben: anfangs noch verdruckst und zögerlich, aber nach den ersten Geistesblitzen mit zunehmender Begeisterung.&lt;br /&gt;Die nächste Aufgabe war klar: Wir hatten zu erklären, warum wir als Kommunisten für den Liberalismus kämpfen, als Staatsfeinde für Israel, als Antikapitalisten für amerikanische Kriegseinsätze. Nicht ganz einfach. Zum Glück hatten wir inzwischen bei Großmeister Adorno die Dialektik gelernt. Kapitalismus (das schlugen wir den Linken gerne um die Ohren), das war durchaus: Glücksversprechen, Individualismus, Hedonismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„My Sex, my Drugs and my Rock’n’Roll are my fucking own business!” (Jane’s Addiction)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber dann war da ja noch, andererseits, leider, und niemals zu vergessen: die Selbstwidersprüchlichkeit des Systems, das Umschlagen der Aufklärung in ihr Gegenteil, der stets nur temporäre Aufschub der Barbarei, der Verfall des Gebrauchswerts. Jedes Glück im hier und jetzt blieb letztlich Lug und Trug, war bestenfalls Vorschein auf „das ganz Andere“. Und selbst der Antiliberalismus entsprang natürlich, die Dialektik macht alles möglich, dem Liberalismus[1]. Wir würden nicht nur weiterhin gegen Staat und Kapital kämpfen: Wir würden es konsequenter, radikaler und härter als jemals tun.&lt;br /&gt;Nachdem wir also sämtliche Revolutionäre in unserem Umfeld als Reaktionäre entlarvt hatten, waren nun wir die eigentlichen Revolutionäre. Wir würden die freiheitlichen Gedanken der liberalen Schule aufnehmen und sie lobend und etwas herablassend zitieren. Und wir waren raffiniert dabei: Die Liberalen kämpften – ohne etwas davon zu wissen – für die Bedingungen der Möglichkeit des Kommunismus. Auch wenn das nicht gerade ihre Absicht war, würden sie uns eine Atempause verschaffen, um die knifflige Situation besser zu verstehen und die Weltrevolution neu zu planen.&lt;br /&gt;Nachdem wir die Linken also nicht mehr leiden mochten, hatten wir neuen Lesestoff: die Neocons und den Hannes Stein, Popper und Hayek, Jean Améry und Imré Kertesz, Friedman und Pinker, Smith und Mill, Bureaucrash und „the objectivist school“. Wir glaubten, sie zu verschlingen, dabei verschlangen sie uns, und zwar mit Haut und Haaren. Die Argumente waren einfach und einleuchtend. Die Fakten sprachen eine allzu deutliche Sprache. K.O.-Sieg in der ersten Runde. Die rote Fahne verschwand in der Altkleidersammlung. All die langweiligen Dinge, die uns so seltsam an unseren Gemeinschaftskundeunterricht erinnerten (während dem wir unsere Tische mit Anarcho-As verschönert hatten), wir lernten sie zu schätzen: die Verfassung, die Gewaltenteilung, die freie Presse, die zivile Kontrolle der Gewaltorgane, die Angemessenheit der Strafe, die Unschuldsvermutung, der Säkularismus und natürlich die guten, alten Menschenrechte. Wir sahen ein, daß es für eine angemessene Theorie der Gesellschaft auf die Übereinstimmung der Aussagen mit den Tatsachen, auf Logik und nachvollziehbare Argumente, kurz: auf intellektuelle Redlichkeit und Verständlichkeit mehr ankommt als auf die größtmögliche Reizung des Nervensystems durch pathetische Bildersprache, raunende Bedeutungshuberei oder den Hipnessfaktor der jeweils neuesten Theoriemasche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„And you wanna be heard – well, none of us understands a word.&lt;br /&gt;And you wanna be free – then don’t you speak like a slave to me.” (The Black Crowes)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Licht der Utopie verlosch. Die revolutionäre Hoffnung starb. Nun fühlen wir uns etwas reifer – und etwas schlechter. Wir halten es für, gelinde gesagt, nicht besonders wahrscheinlich, daß irgendeine Art von Revolution das ewige Licht in unser irdisches Jammertal locken kann. Eher schon wird der Messias selbst unsere Gattung doch noch zu Liebe, Respekt und Mitmenschlichkeit erziehen – und die Revolution (die in Wirklichkeit auf einen globalen Bürgerkrieg mit zahllosen Toten hinauslaufen würde) wird gar nicht mehr nötig sein.&lt;br /&gt;Und dennoch ist nicht alles andere Quark. Der Kampf geht weiter! Es gibt nichts zu beschönigen. Der Westen ist imperfekt. Nicht nur, weil es immer noch keine Gesellschaft gibt, von der sich sagen ließe, sie sei vollkommen liberalisiert. (Wenn es die gäbe, wären wir längst dort und würden uns weniger Sorgen machen.) Europa nicht. Amerika nicht. Australien nicht. Und – pardon! – auch Eretz Israel nicht. Nicht nur, daß es immer wieder Rückschritte gibt – Old Europes kalter Djihadismus ist nur das alarmierendste Beispiel –; in allen westlichen Gesellschaften breiten sich Tendenzen aus, die gegen die Freiheit gerichtet sind. Während die Deutschen auf ihren Sozialstaat schwören, der sie gegen sämtliche Lebensrisiken absichern und vor der Kälte eines „amerikanisierten“ Arbeitsmarktes schützen soll, ist es in den USA Mode, für jedes Scheitern, ja schon für jedes Mißbehagen und jeden Zigarettenqualm einen Schuldigen zu suchen, den man verklagen kann. Diese Opferhaltung ist indes schon lange über den Atlantik hinübergeschwappt. In der hysterisierten Debatte über sexuelle Gewalt wurde sie offenkundig, heute zeigt sie sich unter anderem in der Forcierung von Antidiskriminierungsrichtlinien oder in der Angst vor genmanipulierten Lebensmitteln, mit denen eine skrupellose Ernährungsindustrie um des Profitinteresses willen die Gesundheit der Bevölkerung zerstöre. Diese Haltung, sich als Opfer böser Mächte zu wähnen, verbunden mit allen Schikanen und Verboten der political correctness, mit denen die Suche nach Wahrheit um der Harmonie oder des „Respekts“ willen unterbunden werden soll, untergräbt die Freiheit der westlichen Gesellschaften schon von innen. Kein Wunder, daß diese den Moralisierungsbestrebungen islamischer und sonstiger Provenienz nichts rechtes entgegenzusetzen wissen.&lt;br /&gt;Nicht nur, daß im Westen selbst immer mehr Apologeten seiner Feinde auf die Straßen gehen. Je weiter das autoritäre China wirtschaftlich erstarkt oder der Iran sein Atomprogramm vorantreibt, je mehr die Islamisten weltweit operationsfähig werden, desto lauter wird auch im Westen der Ruf nach unbedingtem Respekt vor konfuzianischen Tugenden oder islamischer Demut und nach Aufgabe des Universalitätsanspruches westlicher Werte. Und desto leiser werden die Forderungen nach internationaler Solidarität mit den Studenten, die auf dem Tiananmenplatz die Freiheitsstatue errichteten oder in Teheran das Star Spangled Banner schwenkten. Während sie wieder im Dunkel der Geschichte und im weniger metaphorischen Dunkel von Folterkammern verschwanden, demonstrierten ihre Kommilitonen in Berlin oder New York mit Hamas und Attac gegen Bush und Sharon.&lt;br /&gt;Nicht nur, daß es sich nicht allein um die üblichen testosterongesteuerten jungen Männer vom linken Rand handelt, im ehemals souveränen Spanien werden die Appeaseniks an die Macht gebombt werden, Michael Moore die goldene Palme von Cannes erhält und Arafat seinen Friedensnobelpreis mit ins Grab nimmt.&lt;br /&gt;Nein, (wir gestehen es gerne): selbst wenn all das nicht mehr wäre und all seine inneren und äußeren Feinde doch noch irgendwie in Berührung mit dem ihnen bisher unbekannt gebliebenen Phänomen namens Vernunft kämen – der Liberalismus würde auch in voller Blüte nicht die Last des Lebens von den Schultern der Menschen nehmen. Er kann es nicht. Der Westen ist schon deshalb imperfekt, weil der Liberalismus selbst, „strukturell“, aus seiner eigenen Logik heraus voller Probleme und Widersprüche steckt. Der Liberalismus ist die Krise in Permanenz. Er ist komplex, voraussetzungsreich, schwer vermittelbar, immer umstritten. Er bietet keine einfachen Lösungen. Aber eben dadurch entspricht er dem Menschen. Denn die menschliche Existenz war, ist und wird immer krisenhaft sein. Nationalsozialismus, Faschismus, religiöser Fundamentalismus und sozialistischer Totalitarismus haben, bei allen wichtigen Unterschieden, eine Gemeinsamkeit: Sie sind nicht bereit, das zu akzeptieren. Sie wollen einen neuen Menschen: vollkommen reinrassig, vollkommen heldenhaft, vollkommen aufopfernd, vollkommen edel, vollkommen schön, vollkommen vernünftig, ja, vollkommen moralisch, vollkommen heilig. Frei von Egoismus, frei von Gier, frei von Aggression, frei von Dummheit, frei von Ticks, frei von Unsicherheit, frei von Frust, frei von Faulheit, frei von Zufällen und frei von den Heimsuchungen der teuflischen Libido – so soll der Mensch bitte sein. (Ach was, sie bitten ja niemals: sie verleumden, beleidigen, töten und foltern.) Und immer kämpft das reine Licht gegen die reine Finsternis. Dazwischen gibt es nichts. Und immer kämpft es die letzte Schlacht. Darunter geht es nicht. Kein Fundamentalist, der sich mit Verkehrspolitik[2] oder den Schwankungen der Inflationsraten Kanadas im letzten Jahrzehnt beschäftigt.&lt;br /&gt;Wir bekennen uns zur modernen Gesellschaft, die nun einmal keine kommunistische ist. Es gab bisher keinen Kommunismus, der nicht antiliberal, antiwestlich und antisemitisch war. Wir wissen nicht, was zu der Hoffnung berechtigt, es könnte dereinst einen solchen geben. Die gegenwärtige Gesellschaft halten wir nicht für die beste aller möglichen Welten. Wir verschließen nicht unsere Augen vor Hunger, Krieg und Ausbeutung. Jedoch bezweifeln wir sehr stark die Gültigkeit linker Erklärungen, allen voran jener, der Westen sei schuld an allem Elend der Welt, was doch letztlich immer auf die alte antiimperialistische Ausbeutungsthese hinausläuft. Wir anerkennen die Mitverantwortung des Westens für die globale Situation, lehnen es aber ab, für alles, was anderswo schief läuft, den Westen zu beschuldigen.[3] Vieles, was dem Westen immer angekreidet wurde (Kinderarbeit, Kolonialismus oder Sklaverei), ist dort längst Vergangenheit. Diese Phänomene waren geschichtlich Normalität. Einzigartig am Westen war gerade ihre Abschaffung. Als die Briten Sklaverei betrieben, tat es fast die gesamte Welt. Als sie begannen, für ihre Abschaffung zu kämpfen, mußten sie auch dafür immer wieder Militär in ferne Weltgegenden schicken. Auch das gehört zur Geschichte des Empires.&lt;br /&gt;Wir wollen eine internationale Solidarität, die sich dafür einsetzt, jedem Menschen das zugänglich zu machen, was wir im Westen genießen: Wohlstand, Freiheit und die wie auch immer prekäre Möglichkeit, sein eigenes Glück unabhängig von Familienclan und Stammesverband in die Hand zu nehmen.&lt;br /&gt;Als Liberale glauben wir durchaus an die Notwendigkeit der Moral, der Tugend, der Erziehung des Menschen. Wir glauben, daß zu einer glücklichen Beziehung wenigstens ein gewisses Maß an Verbindlichkeit gehört, daß wir auch im heftigsten Streit unsere Aggressionen dämpfen müssen, daß wir unser Radio etwas leiser drehen sollten, wenn unser Nachbar (den man im Treppenhaus höflich grüßen sollte) schlafen möchte. Und wir glauben, daß wir alle in der Verantwortung stehen, die Alten, Kranken und Elenden unter uns nach Kräften zu unterstützen und zu trösten.&lt;br /&gt;Aber wir glauben, daß keine Regierung, keine Politik, keine Produktivkraft, keine Änderung der Produktionsverhältnisse, keine kollektive Massenbewegung, keine Umwälzung alles Bestehenden irgendwie Frieden, Freiheit, Wohlstand, Gerechtigkeit, Freude oder Freundlichkeit hervorzaubern oder erhalten kann, wenn die Menschen nicht die Bereitschaft dazu mitbringen. (Merci, Monsieur Sartre!)&lt;br /&gt;Wo die freiwillige Kooperation fehlt, kann man nur die schlimmsten Schweinereien bestrafen. Mit Zwang kommt man nicht weiter. Und das ist gut so! Wir finden es weniger schlimm, wenn Jugendliche mit Drogenproblemen psychiatrisch behandelt werden müssen, als wenn sie, wie etwa in Thailand, fürs Kiffen hingerichtet werden. Wir sehen lieber junge Mädchen, die deprimiert darüber sind, daß ihr Freund weder so schön noch so lieb ist wie der Brad Pitt, als solche, die strahlen und tanzen, weil sie die Ehre haben, dem großen Kim Yong Il seine duftenden, roten Blumen vor die Stiefel zu legen.&lt;br /&gt;Wir stellen uns gegen linken Weltschmerz und die Neigung, für jedes persönliche Unglück und Unbehagen „die Gesellschaft“, „den Kapitalismus“, „das Patriarchat“ oder welchen Popanz auch immer verantwortlich zu machen. Wenn Linke bei jeder Schwierigkeit, für die es keine sofortige Lösung gibt, über die Brutalität des Schweinesystems klagen, benehmen sie sich wie kleine Kinder, denen der Kosmos auseinanderbricht, wenn das Schokoladeneis herunterfällt.&lt;br /&gt;Stattdessen plädieren wir für die Verantwortung jedes Einzelnen für sich selbst und eine Prise glücklichen Bewußtseins. Wir können nicht verstehen, warum die Leute nicht vor Glück auf der Straße tanzen, in einer relativ freiheitlichen, liberalen und demokratischen Gesellschaft zu leben und eine Freiheit zu genießen, die historisch und geographisch beispiellos ist und für die uns der Rest der Welt, sofern er noch nicht vom Ressentiment zerfressen ist, beneidet. Wir finden nicht, daß die mit dieser Freiheit einhergehenden Belastungen und Unsicherheiten, die ja nicht klein sind, ein zu hoher Preis sind.&lt;br /&gt;Wir glauben durchaus, daß es einmal eine freie und gute Gesellschaft geben könnte. (Wir neigen sogar zu vorsichtigem Optimismus, was die weitere Entwicklung angeht. Vieles wird besser!) Aber wir wissen, daß es keinen einfachen Grund dafür gibt, daß es offensichtlich noch nicht soweit ist. Jede Verschwörungstheorie glaubt die Wurzel alles Bösen zu kennen: die Machenschaften der Geheimdienste, die bösen Absichten der wirklichen Drahtzieher in der Weltpolitik. Jede linke Theorie glaubt die Mechanismen der Unterdrückung vollkommen zu durchschauen: die Profitinteressen der herrschenden Eliten oder die Logik der Staatlichkeit. Und die Neomarxisten um die Bahamas oder die Initiative Sozialistisches Forum glauben, daß die Kritische Theorie ihnen die Formel, nach der die Welt verhext ward, in einer Flaschenpost geschickt hat: der Fetischismus der Ware, der Wert als gesellschaftliche Synthesis.[4]&lt;br /&gt;Gegenüber all diesem Schwurbel würden wir sogar den ältesten Klassiker aller Erweckungsparolen bevorzugen: der Haß ist zu überwinden, die Liebe hat zu siegen. Das ist zwar trivial und langweilig, aber wenigstens richtig. Und das versteht selbst der Dalai Lama.&lt;br /&gt;Ja, die Ziele des Liberalismus sind verglichen mit der endgültigen Abschaffung aller Menschheitsplagen ziemlich bescheiden. Zumindest was die nahe Zukunft angeht. Wir wünschen uns vieles anders. Wir pflegen aber eine gesunde Skepsis, das Verhalten der Menschen mit politischen Maßnahmen zu regulieren oder zu ändern. Der Staat sollte sich unserer Überzeugung nach darauf beschränken, einen liberalen Rahmen zu schaffen und für die Zukunft zu garantieren. Er muß das Individuum vor der Gewalt seiner unmittelbaren Mitmenschen (Mord, Vergewaltigung) oder illegitimer Kollektive (organisiertes Verbrechen, Volkszorn) schützen. Punkt. Nur wenn er dieser Aufgabe nicht nachkommt, hat der Bürger das Recht und die Pflicht, das Gewaltmonopol zu brechen. (Das Grundrecht auf Verteidigung ist zugleich ein Widerstandsrecht.) Im Zweifelsfalle würden wir lieber zuwenig als zuviel Staat riskieren. Aber paradoxerweise – wenns sein muß, gerne auch: dialektischerweise – braucht es den kontrollierten Staat, um den Menschen vor der Kontrolle des Staates zu schützen.&lt;br /&gt;Wir sind der festen Überzeugung, daß nur das Individuum und nicht die Gruppe, der es angehört oder der es zugerechnet wird, Träger von Rechten ist. Daher halten wir nichts davon, sozialplanerisch in die Verhaltensweisen der Leute einzugreifen, etwa mittels Antidiskriminierungsgesetzen die Vertragsfreiheit auszuhebeln oder mithilfe von Quoten, Verordnungen und neuen Gesetzen „Geschlechtergerechtigkeit“ herzustellen, anstatt sich darauf zu beschränken, die einzelne und, ja, auch den einzelnen vor der Verletzung seiner Rechte zu schützen. Die Diskriminierung von Personen aufgrund von Eigenschaften, für die sie nichts können, ist zu bekämpfen, nicht die irgendwelcher wie auch immer definierter Opfergruppen, die sich rascher vermehren als man gucken kann, weil sie alle ihr Stückchen vom Opferkuchen abhaben wollen, bis als einziger nur noch der weiße, heterosexuelle, nichtbehinderte Mann übrigbleibt, dem es ja ohnehin recht geschieht, da er gleichsam die Verkörperung allen kapitalistischen Übels ist.&lt;br /&gt;Wir glauben nicht, daß es die Aufgabe des Staates ist, eine moralische Gesellschaft durchzusetzen und den Bürgern vorzuschreiben, wie sie ihre Privatangelegenheiten untereinander zu regeln haben. (In diesem letztlich totalitären Bestreben unterscheiden sich die Autonomen nicht von der rotgrünen Bundesregierung, auch wenn jene keinen Zugriff auf die Staatsgewalt haben und diese auf Körperstrafen verzichtet.) Wenn Männer und Frauen etwa sich unterschiedlich verhalten und die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung noch nicht vollständig aufgehoben ist, so halten wir das nach der schon lange erfolgten Abschaffung sämtlicher frauendiskriminierenden Gesetze weitgehend für Privatangelegenheiten, die die Leute unter sich abmachen sollen – jedenfalls für kein staatlich zu lösendes Problem. (Wenn immer noch Frauen bestimmte Tätigkeiten bevorzugen und Männer andere, so steht das auf unserer Prioritätenliste gesellschaftlicher Probleme nicht sehr weit oben.)[5]&lt;br /&gt;Dies – der Schutz des Individuums durch den Rechtsstaat – ist im Grunde schon alles. Aber das ist durchaus etwas. Und es ist keineswegs selbstverständlich. Historisch ist es jedenfalls eine Seltenheit. Jede weitere Veredelung des Menschen durch Wahrheit, Schönheit und Gerechtigkeit muß durch freie Diskussion, durch Aufklärung, Bildung, Erziehung und allerlei Formen von evolutionären Lernprozessen geschehen. Der Liberalismus ist das institutionalisierte Bilderverbot. Er verlangt nicht nur die Trennung von Staat und Religion, von Öffentlichkeit und Privatsphäre, von Phantasie und Ausführung einer Straftat, er verlangt die radikale Trennung von abstraktem Recht[6] und sämtlichen Fragen der Kultur, des Lebensstils, des Kunstgeschmacks, der philosophischen Einstellung, der sexuellen Vorlieben und so weiter. Wir können nicht verstehen, warum Leute die Schwarzwaldklinik schauen, aber solange wir unsere eigene Fernbedienung haben,[7] schwingen wir keine Mahnreden über das Ende der Kunst durch die Kulturindustrie. Wir finden es merkwürdig, wenn uns Leute erzählen, Jesus Christus sei der Sohn Gottes, aber bitte, solange sie deswegen keine Abtreibungsärzte angreifen, lassen wir sie reden. Wenn uns ein Globalisierungsgegner vollquatscht, daß ihm große Wolkenkratzer irgendwie unbehaglich sind, finden wir das peinlich, aber erst wenn der gleiche Typ einen Flugschein macht, schalten wir die Staatsmacht ein.&lt;br /&gt;Die westlichen Gesellschaften sind zwar historisch aus dem Christentum entstanden und sind auch heute noch stark vom Christentum geprägt. Aber der Westen definiert sich auch dadurch nicht. Ein Atheist, ein Jude oder ein Buddhist kann Westler oder Antiwestler sein. Moslems sind heute in ihrer Mehrzahl mehr oder weniger radikale Antiwestler. Dennoch wird es selbst in dieser Religion eine kleine Minderheit an Liberalen geben.[8] (Was dem politischen Islam leider nichts von seiner aktuellen Gefährlichkeit nimmt.)&lt;br /&gt;Die westlichen Gesellschaften sind zwar sehr stark von der gigantischen Medien- und Konsumindustrie des späten 20. Jahrhunderts geprägt worden. Aber sie sind auch nicht durch diese moderne Lebensform definiert. Wer gerne auf dem Land lebt, dreimal täglich Joga übt, lieber frische Ökomilch als Cola trinkt und buddhistische Walgesänge den Wutausbrüchen Eminems vorzieht, kann durchaus Westler sein. Solange er nicht den Unabomber unterstützt, gehen uns seine Marotten einen feuchten Kehricht an.&lt;br /&gt;Weder eine bestimmte Religion, noch eine bestimmte Kultur bestimmen die Grundlage des Liberalismus. Es gibt nicht den Kulturkreis des Liberalismus und dann den asiatischen oder arabischen.[9] Ein buddhistischer Asiat kann ebenso Liberaler sein wie ein atheistischer Schwede. Entgegen allen gegenteiligen Gerüchten ist nur der Liberalismus multikulturell und nicht ethnozentrisch. In Tel Aviv kann man vom Muezzin geweckt werden, in Ramallah findet man sicher keine Synagoge (und sollte wohl auch besser nicht danach fragen).&lt;br /&gt;Der Liberalismus respektiert Anhänger anderer Kulturen politisch nur dann nicht, wenn sie zur Gewalt gegen Fremde und Ungläubige rufen.[10] Da dies leider keine Seltenheit ist, ist es allerdings ebenso wichtig zu betonen, daß wir als Liberale dann durchaus sehr intolerant sein können. Im Gegensatz zu den meisten Europäern sind wir nicht der Ansicht, daß man mit NPD oder Hamas reden oder verhandeln kann. Man sollte sie einfach verbieten.&lt;br /&gt;Grundlage des Liberalismus ist nicht die Bibel, sondern die constitution. Freiheit, nicht Rechtgläubigkeit, ist sein höchstes Gut. Denn nur die Freiheit ermöglicht es jedem Menschen, seine Bestimmung zu finden, sein Leben zu gestalten und auf eigene Art glücklich zu werden (aber sie garantiert es nicht; Glück läßt sich eben nicht durch eine Institution garantieren).&lt;br /&gt;Wir finden es gut, wenn Menschen den Hegel studieren, weil sie die Vernunft wichtig finden. Wenn sie Donald Duck vorziehen, werden wir sie nicht als verblödet beschimpfen. Wir finden es gut, wenn viele Leute den Punks oder Junkies ihre Motz abkaufen oder ihnen Fahrscheine schenken. Wenn sie es nicht tun, empören wir uns nicht über unsere Ellbogengesellschaft. Es gefällt uns, wenn Frauen sich stundenlang schminken, weil sie gerne attraktiv sind. Wenn sie es nicht tun, küssen wir sie trotzdem.&lt;br /&gt;Vernunft, Moral und Schönheit sind wichtige, erstrebenswerte Ziele. Aber die Freiheit ist das Entscheidende, die Bedingung jedes wirklichen Glücks. Der Liberalismus hat kein Bild vom Menschen. Er ist ist menschlich gerade in seiner Indifferenz und seiner Blindheit gegenüber dem Menschen. Im Zentrum der liberalen Gesellschaft befindet sich eine Leerstelle.&lt;br /&gt;Der Liberalismus verlangt keine Unterwerfung unter irgendwelche Götzen. Und er fordert kein Bekenntnis – auch keines zum Liberalismus. Er ist die Grundlage der ersten und einzigen Gesellschaftsform, die selbst ihre schärfsten Kritiker reden und ihre ärgsten Gegner leben läßt.[11]Er hat die selbstkritischsten und lernfähigsten Gesellschaften der Welt hervorgebracht. Heute sind sie mitunter sogar übertrieben selbstkritisch. Ein Liberaler predigt den Menschen nicht, wie sie leben und denken sollen. Er weiß nur zwei allgemeine Wahrheiten über die Menschen: Sie alle sind verschieden. Und sie alle sind fehlerhaft. Und an diesen beiden Wahrheiten findet jede utopische Forderung ihre Grenze.&lt;br /&gt;Der Liberalismus ist vernünftig, jeder versteht ihn. Er ist das Einfache, das schwer zu machen ist.&lt;br /&gt;Der Liberalismus – und nur der Liberalismus! – ist das Lager der Freiheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um etwas genauer zu verstehen, wie die Freiheit im einzelnen zu erkämpfen und zu verteidigen ist, wie wir also dem Kategorischen Imperativ von Kant, Marx und Adorno (der in Wirklichkeit einer ist!) gerecht werden können, werden wir viel diskutieren müssen. Über die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft des Liberalismus. Über das Verhältnis zu Marxismus und Anarchismus, zur Tradition und zur Moderne, zu Demokratie und Wissenschaft. Und über die Bekämpfung seiner schlimmsten Feinde: der Faschisten, der Stalinisten, der Islamisten (oder wie sich die Antisemiten jeweils nennen). Über die Methoden seiner Durchsetzung, die Ausübung der Gewalt und ihre Kontrolle.&lt;br /&gt;Es fällt uns nicht ein, alles über den Haufen zu werfen, was wir als Linke gelernt und vertreten haben: Jedem nationalen Sentiment stehen wir fern, wir verurteilen das Bestreben der Deutschen, sich als die wahren Opfer des Zweiten Weltkriegs zu inszenieren, wir sind dezidiert proisraelisch und halten die USA keineswegs für den größten aller Schurkenstaaten. Opferkult, Gruppendenken und Verschwörungstheorien lehnen wir ab, kommen sie nun von linker oder konservativer Seite. Kommunitarismus und Kulturrelativismus lehnen wir ebenso ab wie Nationalismus und family values. Immer noch halten wir den NATO-Krieg gegen Jugoslawien nicht für gerechtfertigt, und nach wie vor sind wir für weitgehend offene Grenzen und gegen die Abschiebung von sogenannten Haßpredigern (die man vielmehr wie gewöhnliche deutsche Nazis behandeln sollte). Zu diskutieren wäre, wie wir als Liberale die Verbrechen, die von demokratischen Staaten begangen werden, von der deutschen Asyl- bzw. Abschiebepolitik bis zur Todesstrafe in den USA, angemessen kritisieren können.&lt;br /&gt;Bei Konflikten zwischen Demokratie und Liberalismus werden wir klar Position beziehen. Menschenrechte müssen nicht selten auch gegen Mehrheiten durchgesetzt werden. Der Vernichtungsantisemitismus war 1933 in Deutschland und 2002 in Palästina mehrheitsfähig. Liberale müssen durchaus bereit sein, unter bestimmten Umständen auch bekennende Antidemokraten zu sein.&lt;br /&gt;Und natürlich werden wir insbesondere um einen ganz widerlichen, besonders fetten Brocken nicht herumkommen: Was sagt der Liberalismus zu den Problemen, die sich aus der Notwendigkeit der materiellen Reproduktion der Gesellschaft ergeben? Nur soviel voraus: Wir halten den politischen Liberalismus und den wirtschaftlichen Liberalismus für zwei paar Schuhe. Jedenfalls mißtrauen wir auch jenen Heilslehren, die sich von einem völlig deregulierten Markt nun wiederum alles versprechen und den Staat am liebsten ganz abschaffen würden. Mit den Libertären und Anarchokapitalisten etwa haben wir, auch wenn wir gewisse Sympathien in einigen Punkten nicht verhehlen können, schon deswegen nichts am Hut, weil wir die Notwendigkeit eines liberalen Rechtsstaates einsehen. Wenn selbst Milton Friedman ein garantiertes staatliches Grundeinkommen für jeden Bürger befürwortet hat, sehen wir nicht ein, uns päpstlicher als der Papst zu gebärden. Über die Vorteile und Nachteile des freien Marktes diskutieren wir gerne. Wichtig ist uns das gemeinsame Ziel, möglichst viel Wohlstand für möglichst alle Menschen durch möglichst angenehme Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen, zu erreichen. Wir halten das gelinde gesagt für keine leichte Aufgabe. Warum etwa, wenn durch steigende Produktivität eine Verkürzung der Arbeitszeiten möglich ist, derzeit in Westeuropa immer weniger Leute bezahlte Arbeit verrichten, diese aber dafür immer mehr und länger arbeiten müssen, halten wir nicht nur für eine interessante Frage, sondern auch für einen zu ändernden Sachverhalt. Moralische Verurteilungen von Faulpelzen finden wir widerlich und durchaus antiliberal. Wenn es den reichen westlichen Gesellschaften immer noch nicht gelungen ist, die Armut vollständig abzuschaffen, ist das schon skandalös genug. Es ist nicht einzusehen, daß sich die Leute dann auch noch Beschimpfungen und Spott von Wohlstandschauvinisten und Arbeitsfanatikern anhören müssen.&lt;br /&gt;Über die Vorteile und Nachteile liberaler Staatlichkeit diskutieren wir auch, aber weniger gerne. Wer den liberalen Staat abschaffen möchte, den betrachten wir politisch als Feind – wie edel seine Motivation auch immer sein mag. (Und sollten wir im Verlauf der Diskussion zu dem Schluß kommen, daß politischer und wirtschaftlicher Liberalismus doch untrennbar zusammengehören, dann werden wir nicht umhin kommen, auch den wirtschaftlichen Liberalismus zu verteidigen.)&lt;br /&gt;Wer also Lust hat, mit uns zu diskutieren oder für die Zukunft gemeinsame Veranstaltungen zu planen, ist uns allerherzlichst willkommen.&lt;br /&gt;E pluribus Unum!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Berlin, März 2005&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Falls wir doch jemandem unter Ihnen die Spritze mit dem betäubenden Gift des Kommunismus geraubt haben sollten, empfehlen wir den American Tune von Simon and Garfunkel als schmerzlinderndes Surrogat im akuten Entzug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Many's the time I've been mistaken, and many times confused&lt;br /&gt;Yes and I've often felt forsaken, and certainly misused&lt;br /&gt;Ah but I'm alright, I'm alright, I'm just weary thru my bones&lt;br /&gt;Still you don't expect to be bright and bon-vivant&lt;br /&gt;&amp;nbsp;So far away from home, so far away from home&lt;br /&gt;And I don't know a soul who's not been battered&lt;br /&gt;I don't have a friend who feels at ease&lt;br /&gt;I don't know a dream that's not been shattered or driven to its knees&lt;br /&gt;&amp;nbsp;But it's alright, it's alright, for we live so well, so long&lt;br /&gt;Still, when I think of the road we're travelling on I wonder what's gone wrong,&lt;br /&gt;I can't help it I wonder what's gone wrong&lt;br /&gt;And I dreamed I was dying, I dreamed that my soul rose unexpectedly&lt;br /&gt;And looking back down at me, smiled reassuringly&lt;br /&gt;And I dreamed I was flying, and high up above my eyes could clearly see&lt;br /&gt;The statue of liberty, sailing away to sea, and I dreamed I was flying&lt;br /&gt;But we come on a ship they called Mayflower&lt;br /&gt;We come on a ship that sailed the moon&lt;br /&gt;We come in the ages' most uncertain hours and sing an American tune&lt;br /&gt;And it's alright, oh it's alright, it's alright, you can be forever blessed&lt;br /&gt;Still tomorrow's gonna be another working day and I'm trying to get some rest&lt;br /&gt;That's all I'm trying, to get some rest&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer Interesse an einem Diskussionstreffen hat, melde sich bei uns:&lt;br /&gt;Freunde der offenen Gesellschaft: &lt;a href="mailto:michael.holmes@gmx.net"&gt;michael.holmes@gmx.net&lt;/a&gt; oder &lt;a href="mailto:brands-haide@gmx.de"&gt;brands-haide@gmx.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[1] Es ist im übrigen eine der übelsten Denunziationen der offenen Gesellschaft, ihr vorzuwerfen, daß sie Feinde hat. Strukturell ist sie durchaus der These verwandt, die Juden würden durch ihr Verhalten den Antisemitismus hervorrufen.&lt;br /&gt;[2]  Außer natürlich Franz Schandl.&lt;br /&gt;[3] Im Protektionismus und der Subventionierung unproduktiv gewordener Wirtschaftszweige liegt der heutige Anteil des Westens am Elend der sogenannten Dritten Welt, nicht in der „Ausbeutung“.&lt;br /&gt;[4] Wobei wir großen Wert darauf legen, zu betonen, daß wir unseren antideutschen Ex-Genossen noch unendlich viel näher stehen als jenen Linken, die nun unvermeidlich feixen werden, sie hätten es ja immer gewußt, daß die Antideutschen dereinst vom rechten linken Glauben abfallen und sich zu ungeschminkten Apologeten der bürgerlichen Gesellschaft wandeln würden. Wir wissen zu gut, was wir ihnen, den Antideutschen, bei denen wir gleichsam in die Lehre gegangen sind, geistig zu verdanken haben; an einem symbolischen Vatermord haben wir kein Interesse.&lt;br /&gt;[5] Die Unterdrückung von Frauen ist in vielen Teilen der Welt immer noch ein riesiges Problem, aber nun wirklich nicht in den westlichen Demokratien. Wer die Unterschiede zwischen Frankreich und Saudi-Arabien als unerheblich abtut, verharmlost nicht nur die offene Barbarei, sondern verkennt außerdem, daß nichts auf der Welt die Gleichheit der Geschlechter so sehr befördert hat wie der westliche Liberalismus.&lt;br /&gt;[6] Übrigens teilen wir die These Alfred Sohn-Rethels, daß historisch das abstrakte Recht wie das abstrakte Denken zusammen mit der Warenwirtschaft und der Wertabstraktion entstanden sind; wir würden nur gerne wissen, wieso diese unglaubliche zivilisatorische Leistung im antiken Griechenland und später in der europäischen Renaissance gegen das Wertverhältnis sprechen soll.&lt;br /&gt;[7] Wir bevorzugen „Sex and the city“ und „24“, machen daraus aber ebensowenig ein allgemeines Gesetz.&lt;br /&gt;[8] Bezeichnenderweise werden die wenigen Intellektuellen, die sich zugleich als Liberale und als gläubige Moslems definieren, wie zum Beispiel Bassam Tibi oder Seyran Ates, von autochthon-deutschen Linken gerne als Rassisten diffamiert und diejenigen, die mit dem Islam ihrer Eltern überhaupt nichts mehr anzufangen wissen, von Hobby-Orientalisten und sonstigen Hilfsmorgenländern als Assimili-Alis verhöhnt.&lt;br /&gt;[9] Diesen Fehler machen sowohl Huntington und Fallaci als auch ihre antiwestlichen Kritiker.&lt;br /&gt;[10] Genau wie im zwischenmenschlichen Bereich ist Respekt kein Geburtsrecht, sondern will verdient sein. Und es gilt zu Recht als kindisch und unhöflich, wenn jemand jede Kritik als Angriff auf seine persönliche Ehre wertet.&lt;br /&gt;[11] Der Antiamerikaner und Antiliberale Noam Chomsky hat einen Lehrstuhl am MIT und fühlt sich von der Medienindustrie verfolgt, nur weil er sich, etwa von der NY Times, Kritik gefallen lassen muß. Unter dem von ihm schöngeredeten Regime der Roten Khmer wäre er als Wissenschaftler geköpft worden. In israelischen Kinos werden selbst unter Beschuß palästinensische Filme gezeigt, in denen Selbstmordattentäter glorifiziert werden, nur wird eben nicht so frenetisch Beifall geklatscht wie auf der Berlinale.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/11493268-111099890133280305?l=gesellschaftsfreunde.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/feeds/111099890133280305/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/einladung-zu-einem-ersten-treffen-der.html#comment-form' title='33 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111099890133280305'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/11493268/posts/default/111099890133280305'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/einladung-zu-einem-ersten-treffen-der.html' title='Einladung zu einem ersten Treffen der Freunde der offenen Gesellschaft'/><author><name>---</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>33</thr:total></entry></feed>
